Der Weg zum besten Bisskissen

Der Aqualizer ist das klassische Wasserkissen und seit Dekaden bewährt. Wie jedoch ein Schuh nicht auf jeden Fuß passt und im Übrigen auch nicht für jeden Zweck gleichermaßen geeignet ist, so gibt es auch nicht das EINE Bisskissen, das in jedem Fall das richtige ist, auch wenn uns dies in der Erbung der verschiedenen Hersteller natürlich gerne so dargestellt wird.

Die Qual der Wahl: wie soll man sich nun entscheiden?

Es folgt eine Gegenüberstellung der wichtigsten Unterschiede der Bisskissen, woraus dann ein einfacher Weg zur besten Entscheidung erkennbar wird. Wie bei den schon angesprochenen Schuhen entscheidet jedoch am Ende das Tragegefühl, allerdings mit dem Unterschied, dass man Schuhe duchaus einmal im Laden probetragen kann, was bei Bisskissen aber aus Gründen der Hygiene nicht möglich ist.

1. Hülle

Das Material, aus dem die Hülle eines Bisskissens gefertigt ist, hat wesentlichen Einfluss darauf, wie sie bei der Herstellung ausgeformt werden kann, wie weicht oder fest das Bissgefühl daeauf ist und welche Haltbarkeit man erwarten darf.

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Der Knick an den Bisspolstern ist beim Aqualizer nur eingebogen.

Der Aqualizer wird aus zwei ausgestanzten Folienhälften hergestellt, die miteinander verschweißt und mit Wasser befüllt werden. Zum einen ist die verwendete Folie sehr flexibel und erzeugt ein besonders weiches Bissgefühl, zum anderen sind aber die Stanzkanten scharf. Daher müssen sie in den Bereichen, in denen dies besonders stören würde, mit einem dünnen Schaumstoff ummantelt werden. Auch bedeutet das Versagen der Schweißnaht an irgendeiner Stelle den kompletten Verlust der Füllung und somit das Ende des Aqualizers. Die Herstellungsform des Aqualizers ist flach, wodurch die Abwinklung seiner Bisspolster, die nötig ist, damit diese zwischen den Zähnen liegen können, nur dann zuverlässig aufrecht erhalten bleibt, wenn man ihn bei Nichtgebrauch zurück in die Halterung des Kartonträgers steckt, die diesen Knick wieder auffrischt. Der Aqualizer ist in zwei Größen und in drei Höhen erhältlich.

Dieser Folienschweißtechnik gegenüber steht die beim AquaSplint mini und FreeBite eingesetzte Extrusionsformung. Hierfür wird thermoplastischer Kunststoff durch Erhitzen verflüssigt und in eine trennbare Hohlform extrudiert. Dies macht stärkere Schichtdicken in der Hülle nötig, wodurch diese Bisskissen ein weniger weiches, festeres Bissgefühl erzeugen. Diese Hüllen weisen auch eine gewisse Eigenelastizität aus, sodass sie selbst dann noch eine Wirkung entfalten können, wenn sie ihre Füllung verloren haben. Zudem wird es so möglich, sie statt mit Wasser auch mit Luft zu befüllen, wodurch ein größerer Federweg möglich wird. Im Lauf der Zeit formen sich die Zähne etwas in die Hülle ein und das Bissgefühl wird weicher. Die Endform kann hier in drei Dimensionen eingearbeitet werden, sodass diese Bisskissen ihre Form von alleine behalten, solange sie nicht über 60-70° erhitzt werden. 

2. Verankerung auf den Zähnen

Der AquaSplint mini wird zur besseren Verankerung auf den Zähnen mithilfe eines eingelegten Drahtes an den Zahnbogen angeformt, sodass er passiv zwischen den Zahnreihen liegt und dort nicht gehalten werden muss, z. B. mit den Wangenmuskeln. Legt man auf diesen Punkt den größten Wert, so gibt es keine Alternative! Den AquaSplint mini gibt es nur in einer Ausführung.

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3. Therapeutischer Effekt

Viele, wennicht die allermeisten CMD-Patienten leiden unter chronischen Kompressionen der Kiefergelenke und Verspannungen der Kaumuskulatur. Spezifisch hierfür wurden FreeBite Therapiekissen entwickelt. Zur Entlastung der Kiefergelenke reichen die Bisskissen hier weiter zurück. Da das Therapiekissen verschiebbar auf der unteren Zahnreihe aufliegt, kann es vom Patienten mit der Zunge jeweils so zurechtgeschoben werden, dass die bestmögliche Entlastung erfolgt. FreeBite Therapiekissen sollen, zumindest am Anfang der CMD-Therapie Entlastung durch die spielerisch-lockere Bewegung schaffen und eignen sich auch in besonderer Weise zur Durchführung von CMD-Übungen. FreeBite Therapiekissen gibt es mit zwei unterschiedlichen Füllungen (FreeBite air und FreeBite gel) in vier verschiedenen Höhen.

Komplettiert wird die FreeBite-Familie durch Ruhekissen mit dem Beinamen „comfort“. Hier sind die Bisspolster flach gehalten und das Bisskissen ist dreidimensional für für längere, möglichst bequeme Tragezeiten ausgeformt. Sie haben eine andere Form, durch die sie im Ober- oder Unterkiefer verankert werden. Der FreeBite comfort ist in einer Form und Höhe mit zwei unterschiedlichen Füllungen (air oder gel) erhältlich.

Um nun möglichst schnell bei der Auswahl des besten Bisskissens anzugelangen, muss man sich lediglich über seine Prioritäten ins Klare kommen und dann ein paar weitere Fragen beantworten. Das folgende Diagramm möge dabei helfen!

Am Ende kommt man um einen direkten Vergleich möglicherweise nicht herum. Solch ein Bisskissen ist in der Regel auch keine einmalige Investition, auch wenn sich die Haltbarkeit stark unterscheiden kann. Aber irgendwann ist es verbraucht und muss nachgekauft werden. Und da ist es vielleicht keine schlechte Idee, am Anfang eines der von MediPlus angebotenen Vergleichssets zu wählen, das es einem ein für allemal erlaubt, das beste Bisskissen für sich zu identifizieren!

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