Das ITMR

Das Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation (ITMR) wurde 1970 von Walter Schöttl gegründet wurde, um seinem Freund und Mentor, Prof. Harry Lundeen ein Forum zur Einführung seiner Aufwachslehre in Deutschland zu bieten. Das Logo des ITMR wurde übrigens von Heinz Polz gezeichnet, der als junger Techniker im Praxislabor von Walter Schöttl eingestellt worden war, eine Dekade lang im ITMR mitarbeitete und später die Okklusionskurse in Eigenregie weiterführte. Einige bekannte Referenten aus den USA hatten hier ihr erstes Debüt in Deutschland, darunter Prof. Lundeen, Bert Wiebrecht (Crozat-Technik), Dr. Bill Farrar (Arthrografie, Entdeckung der anterioren Diskusverlagerung) und später auch Dr. Robert Jankelson. 

Mit der Rückkehr von Rainer Schöttl aus den USA wechselte 1985 der Fokus im ITMR von der kiefergelenksorientierten Gnathologie zur neuromuskuläre Funktion des Kausystems und der Myozentrik nach Jankelson. Im ITMR bestehende Okklusalkonzepte wurden mit den Erkenntnissen von Jankelson kombiniert und im Lauf der Jahre erfolgte die Entwicklung einer Reihe neuer Instrumente zur Modellübertragung gemäß der neuromuskulären Funktion in den Artikulator und schließlich auch die Entwicklung eines neuen Artikulators, der habituellen Kieferbewegungen simuliert, statt arbiträr geführter. Über die Jahrzehnte ist ein Kursprogramm gewachsen, das eine neue Funktionslehre bildet, von der Diagnose bis zur okklusalen Gestaltung.

Ziel der Kurse ist es, den Teilnehmern das Erlernen neuer und effizienter Techniken für die Diagnose und Therapie der CMD so leicht wie möglich zu machen. Diese Techniken bedürfen keines „Händchens“, also keiner Meisterhand oder was auch immer dafür gehalten wird. Der Einsatz aufwendiger Technik ist zwar möglich, ist aber nicht der Fokus dieser Kurse. Hier geht es um das „Handwerk“ der CMD-Therapie, das von jedem erlernt und angewendet werden kann.

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