Corona Digest

Wird uns die vierte Welle überrollen? Haben Impfverweigerer die Schulddaran, dass COVID kein Ende nimmt – müssen wir sie zur Impfung zwingen? Wozu soll man weiterhin Masken tragen, wenn man zweimal geimpft ist?

Die Schlagzeilen der Medien suggerieren in vielen Punkten Einigkeit. Abweichler sind nicht informiert oder hängen dummen Verschwörungstheorien an. Wenn es nur wirklich so einfach wäre!

Leider war diese Pandemie jedoch von Anfang an von widersprüchlichen, unlogischen und manchmal schlicht falschen Informationen begleitet, die dennoch von Medien ebenso wie von manchen Experten unbesehen übernommen wurden. Das Paradebeispiel ganz am Anfang waren Masken: Es war schlicht unlogisch, dass eine Barriere keinen Einfluss auf die Verbreitung von Tröpfchen haben sollte, mit welchen sich SARS-2 Viren (ebenso wie auch Grippeviren) von Mensch zu Mensch verbreiten. Dennoch übernahmen selbst Top-Virologe diese Mainung, wie man im NDR Coronavirus-Update in den frühen Folgen nachhören kann. Heute ist klar, dass nichts daran stimmte. Im Gegenteil schützen uns Masken besser als alles andere, was der Grund dafür ist, dass Pflegepersonal auf COVID-Stationen sie trägt. Und sie wurden sogar zur Pflicht!

Wenn sich aber selbst Experten dermaßen irren können, woher soll man dann noch wissen, wem man glauben soll? Zumal dieser Wiserspruch auch keineswegs der letzte war!

Im März 2020 begann ich diesen Corona Digest, um die Fakten inmitten dieser Kakophonie von Stimmen und Meinungen im Auge zu behalten, sodass man seinen logischen Menschenverstand einsetzen kann, um die Situation einzuschätzen. Welche Interpretation am Ende dieser Betrachtung steht, muss jeder selbst entscheiden, doch steht fest, dass wir noch immer viel nicht über diese Pandemie wissen! Dabei muss ich vorausschicken, dass ich weder Impfgegner noch Coronaleugner, Querdenker oder Verschwörungstheoretiker bin, sondern lediglich nicht bereit dazu, alles unbesehen zu glauben, was heute in Wort und Bild von Leuten, deren Namen ich vor zwei Jahren noch nie gehört hatte, verbreitet wird.


Ist COVID-19 gefährlich?

Seit vielen Monaten regnen nun Meldungen auf uns herab, die nur in eine Richtung gehen: Angst zu verbreiten. Das neue SARS-2 Virus war gefährlich, viel gefährlicher als die Grippe. Dann drohte die „hochansteckende“ britische Variante uns den Garaus zu machen – was allerdings dann nicht passierte. Nun wird uns eine fürchterliche vierte Welle prophezeit, die angeblich nur abzuwenden ist, wenn wir auch unsere Kinder impfen, obwohl sie an COVID in der Regel weniger stark erkranken, als an einer Grippe. Es gab aber auch unter Kindern Todesfälle, lesen wir, und das stimmt:  bei 9 Todesfällen im Verlauf der gesamten Pandemie lag eine positive PCR-Testung vor, aber praktisch alle litten unter anderen schweren Erkrankungen. 

Ist COVID also tatsächlich nicht gefährlicher als die Grippe?

Die Euromomo, ein dänisches Institut, erfasst europaweit Sterbedaten. Die oberste der folgenden Grafiken zeigt die Gesamtzahl der erfassten Sterbefälle pro Woche und die Übersterblichkeit (in der Spitze etwa 1600 Tote/Woche mehr als normal) während der Grippewelle 2017/18 (die in Deutschland seinerzeit insgesamt ca. 25.000 Tote verursacht hat) ist gut zu erkennen. Völlig unzweideutig zeichnen sich auch auch die beiden COVID-19 Wellen im Jahr 2020 ab. Die Spitze während der ersten COVID-19 Welle liegt bei 90.000 Toten/Woche, also europaweit um etwa 35.000/Woche über dem Durchschnitt.

Interessant wird es allerdings, wenn man die Zahlen nach der Altersverteilung aufschlüsselt:

  • Bis zu einem Alter von 44 Jahren ist praktisch keine mit den COVID-19 Wellen korrelierende Übersterblichkeit erkennbar.
  • In der Gruppe der 45-65-Jährigen zeigt sich eine recht moderate korrelierende Übersterblichkeit, deren Spitze während der ersten COVID-Welle in der KW 14 2020 liegt, europaweit 2473 Sterbefälle über der Basislinie von 8855 in dieser Altersgruppe, pro Woche. Nur etwa 7% der Übersterblichkeit mit oder an COVID in allen Altersstufen in dieser KW 14 entfallen auf 45-65-Jährige.
  •  79.419 über 65-Jährige starben hingegen in derselben KW, 33.582 über der Basislinie von 46.837. Das sind rund 90% der Übersterblichkeit in allen Altersgruppen in dieser Woche!

Es sind also in allererster Linie unsere Senioren (medianes Alter 82 Jahre), die an COVID-19 sterben, und da vor allem solche, die in Altersheimen leben und/oder bereits an anderen Erkrankungen litten. Für junge Erwachsene ist das Sterberisiko offenbar nicht alarmierend und für Jugendliche und Kinder gibt es praktisch keines. 

Bei den betroffenen Senioren findet man kaum weitere Unterteilungen zu anderen Faktoren. Jedoch wären viele in diesem hohen Alter ohne Medikamente nicht überlebensfähig. Persönlich ist mir ein rüstiges Ehepaar in der Schweiz bekannt, sie Ende 80, er in den 90ern, die beide COVID-19 ohne Komplikationen überstanden haben, sowie ein Rentnerehepaar, das sich an den Enkelkindern angesteckt, aber ebenfalls einen leichten Krankheitsverlauf hatte. Insgesamt  sind mir nur zwei Personen bekannt – beide nicht persönlich –, die an/mit COVID-19 gestorben sind, beide mit gravierend kompromittierter Gesundheit, hochgradig übergewichtig und ohne die Einnahme von Blutdrucksenkern und -verdünnern nicht überlebensfähig. Eine dieser Personen starb bei der Umstellung der Beatmung von Intubation auf einen Tracheazugang durch einen Behandlungsfehler. 

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch der Stanford Wissenschaftler  John Ioannidis in seinen Artikeln im WHO Bulletin und dem BMJ. Darin sah er das Sterberisiko für >65-Jährige je nach Ort als äquivalent mit dem Autofahren bei einer Infektionssterblichkeit von etwa 0,23%, in manchen Regionen gar nur 0,09%.


Manchmal wird behauptet, es habe überhaupt keine Übersterblichkeit in Deutschland wegen COVID-19 gegeben. Wenn dem so wäre, wäre Deutschland die Ausnahme in Europa. Allerdings zeigen die Sterbedaten der Euromomo trotz aller Schlagzeilen auch, dass es seit März 2021 keine Übersterblichkeit in Europa mehr gibt, egal in welchem Alter oder aus welchem Grund, und dies ist bis heute so geblieben.


Die Epidemiologie

Leider zeichnet sich ab, wie hier zuvor bereits vermutet, dass diese massivste aller Impfkampagnen der Corona-Pandemie keinen Einhalt gebieten kann. Dies ist in keinem Land der Welt gelungen und die Euphorie über hohe Impfraten weicht der Ernüchterung von erneuten Ausbrüchen, Maskenpflichten und weiteren Einschränkungen. Es ist gut möglich, dass diese Hoffnungen ursprünglich von der Propaganda der Pharmaindustrie getrieben wurden, die suggerierten, Geimpfte seien vor Infektionen gefeit. Jedoch war auch diese Hoffnung unlogisch: Die Impfung erfolgt deswegen intramuskulär, weil der Impfstoff ins Blut gelangen soll. Dort bewirken die enthaltenen rekombinierten Gensequenzen, dass Zellen in den Wandungen von Blutgefäßen SARS-2-typische Spike-Proteine auf ihrer Oberfläche ausbilden, statt ihrer eigenen Proteine. Diese Spike-Proteine werden daraufhin vom Immunsystem als fremd erkannt, das sie in der Folge samt der Zelle mittels spezifischer Antikörper vernichtet.

Jedoch tritt das Virus im Menschen nicht über die Blutbahn ein, sondern über Tröpfchen oder Aerosol, das auf Schleimhäuten in Nase und Rachen landet. Und auf diese Oberflächen gelangen die Antikörper im Blut nicht, können daher auch keine Infektion verhindern. Erst wenn man stark genug erkrankt ist, dass die Viren bis in die Blutbahnen vordringen, kann dieser Schutzschild wirken und eine lebensgefährliche Erkrankung verhindern.

Somit wird der Wortlaut auf der Seite der European  Medicines Agency (EMA) zum BioNTech Impfstoff verständlich:

The impact of vaccination with Comirnaty on the spread of the SARS-CoV-2 virus in the community is not yet known. It is not yet known how much vaccinated people may still be able to carry and spread the virus.

Fakt ist, dass keine Daten dazu vorliegen, ob gegenwärtige Impfstoffe Einfluss auf die Weitergabe des SARS-2 Virus haben. In den amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) beginnt man inzwischen auch, sich von dieser Vorstellung zu verabschieden und fordert auch Geimpfte dazu auf, Masken zu tragen, denn sie könnten auch in Ermangelung ernsthafter Symptome hochgradig ansteckend sein.  

In diesem Licht überrascht das erneute Aufflammen von Infektionswellen in Ländern mit hoher Impfrate wenig und der Fehler, den auch das deutsche Robert-Koch-Institut beging, war, trotz mangelnder Daten zu vermuten, die Impfung verleihe eine vollständige Immunität im Sinne des Infektionsschutzes ähnlich, wie dies bei Genesenen der Fall ist. So haben wir Geimpfte kaum noch getestet und auf diese Weise einen blinden Fleck gegenüber einem großen Anteil unserer Bevölkerung erzeugt, der im Herbst tatsächlich zum Herd eines erneuten Ausbruchs werden könnte. 

Our World in Data sammelt Daten über fast alle Aspekte zum Leben auf diesem Planeten. Hier sieht man z. B., dass jedes Jahr noch immer 1 Million Menschen wegen einer HIV Infektion stirbt, 2,8 Millionen in Folge von Alkohol-Konsum. Natürlich finden sich dort auch Daten zum neuen SARS-2 Virus, welche auf den Daten der amerikanischen Johns Hopkins Universität beruhen:


Die Grafik ist interaktiv und man kann ein Land hervorheben, indem man rechts mit der Maus auf es zeigt. Man kann auch Länder hinzufügen oder weglassen und den aktuellen Zeitraum vergrößern, indem man das Startdatum weiter nach rechts zieht. Interessant ist hier auch der Vergleich der Infektionszahlen mit den  jeweiligen Impfraten:


Israel hatte ein Sonderabkommen mit Pfizer und konnte seine Bevölkerung besonders früh und umfassend mit dem BioNTech Impfstoff durchimpfen (ca. 62% sind doppelt geimpft knapp weitere 10% haben sich insgesamt infiziert). Pfizer benutzt im Gegenzug die israelischen Daten als Beweis für die Wirksamkeit dieses Impfstoffes. Die Inzidenz lag in Israel zeitweise unter 2,0 und man konnte voller Neid lesen, dass die Israelis nun ihre Masken beiseitelegen und sich wieder „ganz normal“ in Bars etc. drängeln durften. Jedoch hielt dies keine drei Monate an, bis sich ein erneuter Ausbruch abzeichnete. Heute liegt die Inzidenz bei 250 und Israel hat soeben das weniger geimpfte Deutschland hinsichtlich der COVID-Sterbefälle wieder überholt. Ein anderes Bild zeichnet allerdings die Fallsterblichkeit: Hier liegt Deutschland mit 1,41% fast um das Zehnfache hinter anderen Ländern zurück.

In Europa galt das Vereinigte Königreich als Impfmeister. Wie vom Forscher Geert Vanden Bossche schon im Frühjahr vorhergesagt, sehen wir dort inzwischen einen neuen großen Ausbruch mit Inzidenzen knapp unter 700 – mehr als wir sie hierzulande während der schlimmsten Wellen hatten! Auch Geimpfte stecken sich an: Etwa 40% der Krankenhauseinweisungen wegen COVID betreffen vollständig Geimpfte. Schnell heißt es, die Impfung sei dennoch extrem effizient, aber hier muss man kurz innehalten: Hätte die Impfung überhaupt keine Wirkung, so würden wir bei einer etwa zur Hälfte geimpften Bevölkerung, wie sie im Vereinigten Königreich vorhanden ist, eine gleichmäßige Verteilung bei den Einweisungen finden, also 50:50. Tatsächlich sind es 60:40. Das würde bedeuten, dass die Impfung landesweit das Verhältnis nur um 10% verändern konnte, wenn man die Einweisung ins Krankenhaus als Kriterium für einen ernsten verlauf nimmt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob diese düstere Prognose sich bestätigt!

Schon jetzt ist es jedoch wahrscheinlich, dass man mit der Impfung die Pandemie nicht stoppen können wird, COVID wird neben der Grippe wohl oder übel zu unserem neuen Weggefährten werden. Experten hatten die Herdenimmunität bei einer Impfquote von 66% vorhergesagt, sie ist aber nirgendwo auf der Welt eingetreten. Wir werden uns also wahrscheinlich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass wir COVID ebenso wenig „wegimpfen“ können, wie dies auch schon bei der Grippe der Fall war. Ungeimpften die Schuld am Fortbestand der Pandemie zuzuschieben, sie selektiv in ihren Rechten beschneiden zu wollen und möglicherweise gar das Grundrecht auf körperliche Unversertheit durch eine Zwangsimpfung einer falschen Hoffnung preiszugeben, sollte heute eigentlich nicht einmal mehr zur Diskussion stehen. Es zeichnet sich ab, dass die Impfung wahrscheinlich Alte vor schwersten Verläufen zu schützen vermag, ansonsten aber Faktoren wie Abstand, Masken und Sommerwetter einen größeren Einfluss auf den Verlauf der Pandemie haben, als Impfungen. Die "Bürgerpflicht, sich und andere durch die Impfung zu schützen“ dürften sich schon bald als hohle Phrasen herausstellen, sodass tatsächlich jeder für sich entscheiden sollte, wie er die Schutzwirkung für die eigene Person einschätzt.  

Statt sich ausschließlich auf die Versprechungen der Impfstoffhersteller zu verlassen, täte man wahrscheinlich besser daran, intensiv nach effizienten Behandlungsmöglichkeiten für COVID-19 zu suchen. Trotz dem Kanzlerwort, dass es kein Land geschafft habe, eine COVID-Welle ohne Ausgangssperre zu brechen zeigt die Metaanalyse des Forschers John Ioannidis, dass sich dafür keinerlei Evidenz belegen lässt. Statt sich um Impfungen für Kinder zu streiten und dabei die Ständige Impfkommision (STIKO) unter immer höheren Druck zu setzen, sollte man sich intensiv auf die nächste Welle vorbereiten und nicht zulassen, dass wir zum vierten Mal unvorbereitet überrascht werden!

Auf unsinnige Maßnahmen der Vergangenheit kann man dabei getrost verzichten:

  • Warum sollte man wie Pflegepersonal auf COVID-Stationen zum Tragen von FFP 2 Masken auch dort verpflichtet werden, wo ein niedriger Infektionsdruck herrscht?
  • Warum sollte man sich über viele Stunden in einen engen Flieger quetschen dürfen, während man auch mit Maske nicht ins Kino, Opernhaus oder Theater darf, selbst wenn zwischen Personen 1 oder 2 Plätze freigehalten werden?
  • Warum soll man seinen Urlaub nicht abgeschieden in einem Ferienhäuschen an der Küste oder in den Bergen verbringen dürfen, wohl aber pauschal über Reiseveranstalter im Ausland in einem Hotel mit Frühstücksbuffett buchen dürfen?
  • Warum sollte man jemals beim Radfahren im Freien eine Maske aufsetzen müssen?
  • Wo sind die Studien, die zeigen, dass jeder, der einen positiven PCR-Test hat, auch krank oder ansteckend ist?
  • Wenn schon im Strategiepapier des RKI Einzelhandel und Hotels als grün (kaum Infektiosrisiko) ausgewiesen werden, warum sollten sie dann schließen müssen, während man sich im öffentlichen Nahverkehr drängelte?

Einen Grund für die höhere Sterberate bei uns hat vielleicht der Chefarzt der Lungenklinik in Moers identifiziert: Nach ihm werden zu viele Patienten auf Intensivstationen künstlich beatmet. Eine nicht mehr zeitgemäße Leitlinie fordere die Intubation bei einer Sauerstoffsättigung unter 90%, jedoch sei das frühe Intubieren der größten Fehler bei der COVID-19-Behandlung, dem auch in anderen Ländern zahllose Patienten zum Opfer gefallen seien. Die Beatmung erfolge im Verbund mit einem künstlich induzierten Koma und die entzündeten Lungen seien oft nicht imstande, dem Druck und Sauerstoffgehalt der Beatmung standzuhalten. Etwa die Hälfte der beatmeten Patienten würden daran sterben. So würden Intensivbetten über Wochen hinweg belegt, statt nur einige Tage lang, was örtlich zur Überlastung der Kapazitäten führe. Zwischenzeitlich hat sich auch Monitor im Ersten mit diesem Thema beschäftigt.


COVID-19 Impfung und „Verschwörung"

Dr. Edward Jenner fand 1796 einen Weg, um die Welt von Pocken zu befreien. Dadurch wurde er zwar berühmt, aber nicht reich, denn er veröffentlichte die Anleitung zur Herstellung seines aus Kuhpocken abgeleiteten Impfstoffes, damit Kollegen überall auf der Welt diese Impfung ebenso verabreichen konnten. Die resultierende Immunität war komplett, d. h. sie vermied auch die Infektion, und so gilt diese Plage des Mittelalters heute als ausgerottet. Ähnlich verhält es sich mit Tetanus und etlichen weiteren Infektionskrankheiten.

Die Frage ist eher, ob es sinnvoll und sicher ist, sich jede Impfung fraglos verabreichen zu lassen, die Pharmafirmen heute entwickelt und patentiert haben. Bei jeder Impfung soll der Nutzen sorgfältig gegen das Risiko abgewogen werden, und zwar für den Impfling selbst, nicht für Dritte. Es wäre unethisch, Menschen zu einer Impfung zu drängen, oder ihnen diese womöglich gar gegen ihren Willen zu verabreichen, denen daraus kein Nutzen, dafür aber Risiken erwachsen, nur um sich selbst bzw. andere zu schützen. 

Deswegen macht spätestens die Diskussion um die Impfung von Kindern stutzig. Sie haben noch ihr ganzes Leben vor sich und wie soll man reagieren, wenn sich in zehn Jahren Langzeitfolgen herausstellen, ihnen durch die Impfung aber praktisch sowieso kein Vorteil erwächst?

Hersteller wie Pfizer haben bei der EMA einen Antrag auf Zulassung ihres Impfstoffs gestellt. Dafür müssen sie die Sicherheit und Wirksamkeit durch doppelblind durchgeführte Studien belegen, welche dann von der EMA evaluiert werden. Die entsprechende Stellungnahme der EMA ist öffentlich einsehbar. Hier fand sie, dass die vorgelegten Daten für eine reguläre Zulassung nicht ausreichen und forderte weitere Studien und Daten ein, sowie Qualitätsstandards für die Produktion zur Vermeidung von Verunreinigungen und Etliches mehr. Angesichts der durch die Pandemie verursachten Todesfälle gewährte die EMA jedoch eine vorläufige Zulassung. Von diesem Sterberisiko waren fast ausschließlich ältere Menschen betroffen, die inzwischen weitgehend geimpft sind. Für Kinder existiert kein solcher Notfall und somit auch kein Bedarf für experimentellen Imfstoff. Warum dieser kolossale Druck auf alle Altersgruppen, an diesem Impfexperiment teilzunehmen, warum das endlose Gerede von „Herdenimmunität“, die es nach Ansicht von Experten nie geben wird, und die schon bei einer ähnlichen Atemwegsinfektion, der Grippe, trotz jahrzehntelanger Impfung aus dem einfachen Grund nie erreicht werden konnte, dass diese RNA-Viren einfach zu schnell mutieren, als dass eine Impfung mit einzelnen Antigenen wirksam bliebe? Vielmehr schätzt dort die WHO hier jedes Jahr aufs Neue ab, welche der neuen Varianten sich vielleicht verbreiten könnte und der Grippeimpfstoff wird nach dieser Schätzung hergestellt – nicht immer mit Erfolg, wie die schwere Grippesaison 2017/8 gezeigt hat. Bei den neuen Coronaviren scheinen sich Varianten voch viel schneller auszubilden, als bei der Grippe und schon steht praktisch fest, dass eine 3. Impfung im Herbst kommen wird und danach mindestens eine Impfung pro Jahr folgt!

Vermutet man Machenschaften, so braucht es Profiteure, die sie betreiben und tatsächlich sind hier einige vorstellbar: Die Politik und Industrie könnte das Interesse haben, Deutschland, wo man sich mit der Gentechnik bisher sehr zurückgehalten hat, an die Weltspitze anzuschließen. Dazu würde auch die Übernahme des U. S. Gentechnik-Riesen Monsanto durch Beyer passen, auch wenn man sich damit nicht nur in die Topliga der Gentechnik, sondern auch an Schadenersatzverfahren eingekauft hat, denn entgegen aller Versprechungen scheint das Starprodukt Roundup® nun doch nicht so unbedenklich zu sein wie behauptet. Schon schwebt auch die Forderung nach einer Neuauflage des Freihandelsabkommens mit den USA in der Luft, das unter der Bevölkerung beim letzten Versuch vor allem durch den dort ungebremsten Einsatz von Gentechnologie in Nahrungsmitteln keinen Anklang gefunden hatte.

Eine solche Pandemie kann daher sowohl Aussichten auf das Fallen von Schranken eröffnen, als auch eine Chancen für das schnelle Geld, vor allem, wenn sie durch Panik und Hysterie aufgepeitscht wird. Wer sorgt sich noch länger um Gen-Mais, wenn sich daran gewöhnt hat, Genspritzen direkt in seinem Arm zu akzeptieren? 

Diese wäre auch keineswegs die erste „Problemimpfung“: Es sei an „Pandemrix“ erinnert, den Impfstoff der Firma GlaxoSmithKline, der während der Schweinegrippe (die sich später als harmlos entpuppte) eine Notfallzulassung erhielt und verimpft wurde. Bis heute halten Diskussionen über Nebenwirkungen dieser Impfung an, vor allem in Bezug auf lang anhaltende Schlafstörungen (Narkolepsie). Ein Spiegelbericht nannte das ein „Großexperiment mit einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff“ und im British Journal of Medicine erschien im Jahr 2018 eine Arbeit zu einschlägigen Hinweisen, die dem Hersteller schon vor seinem Antrag auf Zulassung vorgelegen haben mussten, aber ignoriert wurden. So etwas gibt es also tatsächlich und man darf sich freuen, dass die STIKO diesen Vorfall nicht vergessen hat und sich mit einer Empfehlung zur vorschnellen Impfung von Kindern gegen COVID nun zurückhält! Es ist unverständlich, warum Politiker versuchen sollten, Druck auf diese unabhängige Expertenkommission auszuüben, denn schließlich gibt es gute Gründe für ein gesundes Misstrauen gegenüber dieser mächtigen Pharmaindustrie.

Etwa 12,50 EUR kostet eine Dosis für die Grippeimpfung und wenn allein Deutschland 25 Millionen Dosen in Erwartung einer besonders dramatischen Grippewelle 2020 im Verbund mit COVID-19 bestellt hat - und später gar noch mehr – so lassen sich die Größenordnungen, um die es hier geht, erahnen. Diesmal eine besonders teurere Fehleinschätzung, denn die Grippewelle fiel aufgrund der COVID-Maßnahmen heuer komplett aus und rauhe Mengen von diesem Impfstoff verfallen nun ungenutzt. 640 Millionen Impfdosen gegen COVID-19 hat die EU gekauft, die reichen Länder dieser Welt zusammen 4,6 Milliarden. Kanada hat fünfmal so viele Dosen erworben, als es Einwohner hat, während für die Alten in armen Ländern nichts übrig bleibt.

Gerade wiederkehrende Impfungen sind für Hersteller lukrativ, da der Aufwand ständig neuer Zulassungen entfällt und Abwandlungen des gleichen Impfstoffes Jahr um Jahr aufs Neue verkauft werden können – gegen COVID-19 künftig vielleicht sogar halbjährlich? Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass ältere Menschen mit besonderem Nachdruck zur Grippeimpfung gedrängt werden, während gleichzeitig darüber diskutiert wird, warum diese Impfung ausgerechnet bei über 60-Jährigen oft nicht wirkt. Dem auch nur milde kritischen Beobachter drängt sich ein Bild auf, in dem Impfungen, egal welcher Art, mächtige Fürsprecher haben müssen!

Und diesmal geht es tatsächlich um das ganz große Geld. Die Firma Pfizer, mit einer Marktkapitalisierung von etwas über 170 Milliarden Euro, gewann am 9. November innerhalb weniger Stunden fast 20 Milliarden an Marktwert, als sie verkündete, der neuen Impfstoff des Partners BioNTech habe eine Wirksamkeit von über 90%. Dieser Gewinn innerhalb einiger Stunden entsprach dem gesamten Börsenwert des Partners aus Mainz, der die Pandemie sofort als Chance erkannt und blitzschnell von Krebstherapie auf die Entwicklung eines COVID-Impfstoffes umgesattelt hatte. Schon wenige Monate danach, hatte sich der Börsenwert von BioNTech von 20 Milliarden auf 40 verdoppelt und Chef Ugur Sahin tummelte sich unter den 500 reichsten Menschen der Welt. 

Doch was sind nun die Risiken bei diesen neuartigen Impfstoffen?

Wie man die komplexe Biochemie im menschlichen Körper für die Herstellung von Arzneimitteln einsetzen könnte, statt aufwändige Chemiefabriken dafür zu benötigen, darüber denken Pharmafirmen schon seit über 20 Jahren nach. Bisher war es nur noch nicht gelungen, das Rezept für die Proteinsynthese, die Messenger-RNA (mRNA), von außen in die Zellen zu befördern, denn sie ist ein sehr fragiles Fädchen aus Proteinen, das normalerweise nur nur der Kommunikation zwischen Zellkern und Zellplasma dient, um die Eiweißherstellung dort in Gang zu setzen. Mithilfe einer Verpackung in Lipid Nanopartikel (LNP) aus vier verschiedenen Lipiden (zwei davon bisher nicht zugelassen), scheint dies nun für intramuskulär applizierte Impfstoffe zu gelingen.

Eben diesen Nanopartikeln gilt auch die erste Sorge, denn sie können sich im ganzen Körper ausbreiten und stellen ein Zellgift dar, wie Dr. Vanessa Schmidt-Krüger, Forscherin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, in ihrem hochinteressanten YouTube Video erklärte. 

Sucht man heute nach diesem Video, findet man nur das etwas verstörendes Textbild links (zum Lesen bitte anklicken), was angesichts dessen unverständlich scheint, dass sie nichts anderes getan hatte, als von Fragen, die Nanopartikel in der Wissenschaft tatsächlich umgeben, zu berichten. Ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker! 

Jedoch wurden ihre Videos inzwischen von anderen Nutzern gespiegelt und lassen sich auch auf YouTube wieder finden – im Internet geht eben nichts verloren. Es geht z. B. darum, dass Tierversuche gezeigt haben, dass besonders die Leber und die Milz Zielorgane für die spezifisch verwendeten Nanopartikel sein können und dort histologisch erkennbare Leerräume verbleiben, wo Zellen abgestorben sind. Sie erklärte in ihrem Video aber auch den ausgeprägten Rückgang der Lymphozyten (Lymphopenie) in den ersten 7 Tagen nach der Impfung, den man in Tierversuchen gefunden hat und der vermutlich auch Menschen in dieser Phase infektanfälliger macht – einige Ausbrüche in frisch geimpften Altersheimen schienen dies zu bestätigen.

Eine weitere Sorge gilt der Verbreitung der Impfstoffe in der Blutbahn, wodurch die genetische Information die Herstellung von coronaähnlichen Spikeproteinen auch an Stellen im Körper auslöst, an die Corona Viren nie gelangen könnte, z. B. im Gehirn. Diese Spikes sind quasi eine Zielscheibe für das Immunsystem, um die betroffenen Zellen abzutöten. Wo sich Zellen schnell erneuern, mag dies kein Problem sein, aber gerade im Gehirn gibt es Zellen, die praktisch nie erneuert werden!

Der Virologe und Mikrobiologe Geert Vanden Bossche forscht für die Pharmaindustrie an der Impfstoffherstellung. Seine Warnungen werden oft ins Lächerliche gezogen und ihm jagt ein richtiggehendes Pack an selbsternannten Faktencheckern nach. Er hält es für einen Kardinalfehler, derart viele Menschen mit einem Mittel zu impfen, das keine komplette, „sterile" Immunität vermittelt. Intramuskulär verabreichte Impfungen bewirken Antikörper in der Blutbahn, aber das Virus dringt über die Schleimhäute in Nase und Rachen in den Körper ein, sodass der Impfschutz unvollständig ist. 

Vanden Bossche fordert, dass auch Geimpfte getestet werden, aber stattdessen sind sie von der Testpflicht ausgenommen. So generieren wir womöglich eine nie dagewesene Zahl an Menschen, die das Virus unbemerkt tragen, davon nicht ernsthaft krank werden und die unerkannt bleiben, bis eine Mutante entstanden ist, die den Impfschutz unterlaufen kann. Vergleichbar ist das mit einer Einbruchssicherung eines Hauses, die aus einer Selbstschussanlage im Hausinneren besteht. Statt bereits beim Versuch des Einbruchs von der Polizei ausgeschaltet zu werden, können Einbrecher ungebindert in das Haus eindringen und lösen die Selbstschussanlage erst aus, wenn sie nach den Wertsachen greifen. Bald tummeln sich Einbrechern im Haus und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es einem unter ihnen gelingt unter der Laserschranke unerkannt durchzukriechen!

Für Vanden Bossche entsteht durch diese Impfung ein erheblicher Selektionsdruck auf das Virus, das sowieso ständig mutiert. Varianten, welche trotz Impfung möglichst infektiös sind und am Ende den Impfschutz gar unterlaufen können, genießen einen erheblichen Vorteil, da sie sich im Gegensatz zu anderen ungehindert verbreiten können. Durch die Massenimpfung werden somit vor allem solche Varianten „gezüchtet“, die infektiöser sind. Aus einem Virus, das ursprünglich den allermeisten Menschen keine ernste Gefahr war, kann so eines entstehen, das auch den jüngeren gefährlich werden kann. 

Vom Prinzip her mag das mit dem Einsatz von Antibiotika vergleichbar sein: anfangs meinte man, in ihnen ein Allheilmittel gefunden zu haben und verschrieb sie quasi bei jedem schwereren Schnupfen, verwendete sie massenhaft in der Nutztierhaltung, bis uns dieser Leichtsinn Jahrzehnte später in Form von wirklich problematischen multiresistenten Keimen auf die Füße fiel. Durch unseren massenhaften und leichtsinnigen Umgang mit Antibiotika hatten wir diese richtiggehend gezüchtet!

Die Impfungen bewirken die Produktion von Antigen-spezifischen Antikörpern gegen ein bestimmtes Spike Protein, während die natürliche Immunabwehr das Muster der molekularen Struktur von Corona Viren zu erkennen vermag und erheblich flexibler reagiert, auch gegen Varianten. Jedoch haben diese durch die Impfung erzeugten Antikörper eine extrem hohe Affinität zu den Bindungsstellen am Virus und blockieren diese womöglich später gegen natürliche Antikörper, auch wenn sie das Virus selbst gar nicht mehr eliminieren können. Man wird also immer mehr und neue Impfstoffe brauchen und diese bringen den Pharmariesen zwar Unsummen in die Kassen, ob sie aber der Volksgesundheit langfristig nützen, ist fraglich.

Für Van den Bossche geht der Rückgang der Inzidenzen in Israel und Großbritannien nicht allein auf die Impfung, sondern auch auf die Erschöpfung der für die jeweilige Variante verfügbaren Population zurück. So fand der letzte Ausbruck in England statt, weil sich die Variante B.1.1.7 der damals verbreiteten italienischen B.1 Variante (oft eigentlich fälschlicherweise als „Wildtyp“ bezeichnet) eine jüngere Zielpopulation erschlossen hatte. Als diese durchinfiziert war, brach die Infektionswelle wieder in sich zusammen.  Vanden Bossche sagte im Frühjahr bereits England den nächsten Ausbruch noch in diesem Sommer voraus und tatsächlich ist dieser eingetreten!

Bei Impfstoffen wie anderen Präparaten der Pharmaindustrie ist ein Problem, dass sie keinen unabhängigen Tests auf Sicherheit und Wirksamkeit unterzogen werden, sondern die Hersteller führen diese Studien für die Zulassung selbst durch. Die Pfizer-Studie des vom Mainzer Partner BioNTech entwickelten COVID-19-Impfstoffes war wie üblich auf 2 Jahre angelegt. An ihr nahmen rund 40.000 Probanden teil und die Notfallzulassung erfolgte aufgrund des ersten Zwischenberichts nach 2 Monaten. Insgesamt 170 waren zu diesem Zeitpunkt als COVID-19 Kranke in die Statistik eingegangen, also 0,425% der Studienteilnehmer. 8 davon fanden sich unter den Geimpften und 162 in der Kontrollgruppe, woraus man zu diesem frühen Zeitpunkt eine relative Risikominderung von 95% errechnete. Da jedoch nur so wenige Studienteilnehmer, geimpft oder nicht, im Verlauf der Studie überhaupt als an COVID erkrankt galten, beläuft sich die absolute Risikominderung lediglich auf 0-9%. Prof. Doshi zeigte weitere Schwachpunkte dieser Studie auf: Als COVID-19 erkrankt galt nur, wer einen positiven PCR-Test hatte. Und es wurden keineswegs alle Studienteilnehmer einer PCR-Testung unterzogen und nicht einmal alle, die sich mit COVID-19 Symptomen meldeten. Unabhängig davon, wie typisch die Symptome für COVID-19 waren, wurde nur getestet, wer alle festgesetzten Bedingungen erfüllte, beim Rest ist unklar, ob eine COVID-19 Erkrankung vorlag, oder nicht. 3410 solcher nicht getesteten Verdachtsfälle waren aufgetreten und ihre Verteilung fiel ganz anders aus: 1594 unter den Geimpften und 1816 den Ungeimpften. Wollte man aus den gleichen Zahlen anstelle der optimalen Wirksamkeit die minimale berechnen, so käme man auf eine Wirksamkeit von 19-29%

Stattdessen hat Pfizer es aber geschafft, 95% Wirksamkeit wie eine Motorenleistung auf einem Typenschild zu verankern, was Curevac aus Tübingen nicht gelungen ist. Als ebenso in einem ersten Zwischenbericht von 47% Wirksamkeit die Rede war, brach innerhalb eines Tages am 16.6.2021 der Aktienkurs um die Hälfte ein, obwohl niemand weiß, wie sich bei den heute präsenten Varianten der BioNTech Impfstoff selbst unter optimierten Umständen geschlagen hätte. Man kann das alles jedoch nicht mehr klären, weil die gesamte Pfizer-Studie inzwischen „entblindet“ ist. Man bot, angeblich aus enthischen Gründen, allen Teinehmern in der PlaceboGruppe inzwischen die Impfung an, wodurch nun jeder weiß, ob er den Impfstoff erhalten hat, oder ein Placebo. Die Fortführung der Studie über die geplanten und üblichen 2 Jahre ist so unmöglich geworden und man fragt sich, welche Überlegungen wohl hinter dieser Aktion stehen mögen! Um ethischen Bedenken Genüge zu leisten, hätte man schließlich allen Studienteilnehmern erneut zwei Injektionen verabreichen können, diesmal der Kontrollgruppe den Impfstoff und den bereits Geimpften das Placebo. Stattdessen hat Pfizer nun in den USA den Antrag auf endgültige Zulassung gestellt. Wird diese Zulassung durch die FDA erteilt, so gilt der Impfstoff nicht länger als experimentell und die Impfung kann zur Pflicht erklärt werden.

Nun ist es kein Geheimnis, dass die Pharmaindustrie, wie die Auto- oder Lebensmittelindustrie auch, nach Gewinn strebt und hierfür eine einflussreiche Lobby beschäftigt, deren Auftrag es ist, Medien und Entscheidungsträgern ständig zuzuflüstern. Aus Sicht der Pharmaindustrie wäre es sicherlich wünschenswert, das Vertrauen in die Schutzwirkung von Masken nach Möglichkeit zu untergraben, um Hoffnungen auf ihre Impfstoffe zu bündeln. Verängstigte Menschen werden weniger lang fackeln, bevor sie sich einer neuartigen Impfung unterziehen, als solche, die sich durch Masken ausreichend geschützt fühlen. Wenn man sieht, wie die WHO, das amerikanische CDC und das deutsche RKI Masken anfänglich als nutzlos hinstellten, obwohl man hätte wissen müssen, dass die dabei zitierten Studien diese Aussage nicht trugen, so muss man sich ernsthaft fragen, in wieweit dies möglicherweise Einflüssen durch diese Lobbys zu verdanken ist.

Es bestehen also Fragen und Unsicherheiten in Bezug auf diese Impfungen und  Druckmittel, z. B. in Form eines Impfpasses, generieren nicht gerade den Eindruck, dass hier eine offene Diskussion stattfinden soll. So bleibt es den neuen Impfstoffen zu wünschen, dass sie sich auch langfristig als sicher und effektiv herausstellen. Wer dies nicht an sich selbst ausprobieren möchte, dem bleiben konventionelle Impfstoffe, die bald erhältlich sein sollten und mit denen nicht genetische Informationen übertragen werden, sondern Proteine, die für das Virus typisch sind und eine Immunantwort hervorrufen. Die EMA überprüft schon seit Monaten einen Antrag des U. S. Herstellers Novovax auf Zulassung seines Protein-Impfstoffes und andere werden folgen. 


Was unterscheidet das SARS-2 Virus von der gewöhnlichen Grippe? 

  1. Bei wie viele Varianten von Grippeviren kennen sie das numerische Kürzel? Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele Varianten von Grippeviren überhaupt zirkulieren? Wahrscheinlich wussten Sie nicht einmal, dass man an einer Grippe tatsächlich sterben kann, obwohl dieses Schicksal während der Grippewelle 2017/8 in Deutschland über 25.000 Menschen ereilte – der Grippeimpfung zum Trotz!
    Demgegenüber schüren Meldungen zu COVID-19 inzwischen nun schon über ein Jahr lang täglich neue Ängste und erschöpfen die Menschen. Das tägliche Starren auf R-Werte, Inzidenzzahlen, Sterbefälle und Varianten scheint kein Ende zu nehmen und die meisten lassen sich impfen, um endlich Ruhe vor diesem Trauma zu erlangen, oder unbehindert Urlaub machen zu können. So etwas gibt es bei der Grippe nicht.
  2. Coronaviren waren früher hauptsächlich Tierärzten bekannt, sie wurden erstmals in den 60er Jahren identifiziert. Inzwischen sind sind sieben Arten bekannt, welche auch den Menschen infizieren und dabei Symptome von leichten Erkältungen bis hin zum "Schweren Akuten Atemwegs-Syndrom" (SARS) verursachen können. 
  3. Durch die Namensgebung hat man das SARS-2 Virus mehr oder weniger willkürlich als das zweite deklariert, das beim Menschen schwere Lungenentzündungen hervorrufen kann, obwohl es dem SARS-1 Virus ähnlich genug ist, um eine Variante davon zu sein. Es ist offen, wie lange wir noch von Varianten des SARS-2 Virus sprechen und ab wann ein neues SARS-3 Virus ausgerufen wird!
  4. Nach dem Hamburger Wissenschaftler und Mitglied der Leopoldiner, Prof. Wiesendanger, ist die offizielle Darstellung, das SARS-2 Virus sei von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen, nicht recht nachvollziehbar. Erheblich plausibler sei in der Tat ein Laborunfall in Wuhan, wo man mit gentechnischen Modifikationen des SARS-1 Virus experimentiert habe. Neuere Nachrichten bestätigen, dass der Beginn des Ausbruchs am gleichen Ort, wo auch mit der gentechnischen Manipulation an Viren geforscht wurde, nicht der Zufall sein dürfte, als der er deklariert wurde.


Was wissen wir heute über das SARS-2 Virus? 

  • Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über die Atemwege (Aerosol, Tröpfchen)
  • Masken bieten hervorragenden Schutz, solange sie zum Gesicht abdichten

1. Übertragung des SARS-2 Virus

Kontakt- oder Schmierinfektionen verursachen entgegen ersten Vermutungen nur etwa 10% der Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Hier ist die Gefahr hauptsächlich, dass man etwas anfasst, auf dem sich infektiöser Schleim befindet. Solange man sich nicht mit ungewaschenen Händen in Mund, Nase, vielleicht auch Augen fasst, muss man sich darum kaum Sorgen machen. Am besten wäscht man sich einfach die Hände, sobald man nachhause kommt, bevor man dort etwas anrührt – was sowieso keine schlechte Idee ist! 

Das neue Coronavirus ist ein behülltes RNA-Virus, das Proteine hinter einem Fettfilm verbirgt. Seife reicht völlig aus, um diesen zu zerstören und das Virus unschädlich zu machen, aggressive Chemikalien sind dafür nicht erforderlich.

Der Unterschied zwischen Tröpfchen und Aerosol liegt in der Größe der Tröpfchen. Große Tropfen fallen zur Erde, etwas kleinere Tröpfchen mögen bis zu 2 m weit fliegen, was man auch durch ein Gesichtsschild verhindern könnte. Hier hilft Abstand halten (auch im Freien mindestens 1,5 m).

Ab einer Größe von etwa 5 µm beginnen diese  Tröpfchen jedoch in Wolken zu schweben und bilden Aerosol, das sich in Innenräumen immer weiter ansammeln kann. Im Freien werden diese Wolken jedoch sofort verblasen, bzw. steigen wegen der höheren Temperatur der Atemluft auf.

Quellen für Aerosol:

  • Stimmbänder (beim Singen oder Schreien)
  • Verdunstung bei geringer relativer Luftfeuchtigkeit

Die Stimmbänder können wie Zerstäuber wirken und direkt kleinste Tröpfchen bilden, besonders beim Singen oder Schreien. In der kühlen Jahreszeit bilden sich im Freien Aerosolwolken kaum, da kleine Tröpfchen durch Kondensation eher größer werden und zu Boden fallen. Ganz anders in Innenräumen: hier sammelt sich Aerosol nicht nur an, sondern bildet sich auch vermehrt, weil die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen niedrig ist und Tröpfchen durch Verdunstung klein genug werden können, um als Aerosol in der Luft schwebend zu verharren. Die Konzentration von Aerosol steigt dann in einem Raum umso mehr, je länger sich Menschen darin aufhalten, je kleiner und niedriger der Raum ist und je seltener gelüftet wird. Dagegen hilft ein Gesichtsschild dann ebenso wenig, wie eine schlecht sitzende Maske. Allerdings können selbst schlecht sitzende Masken andere noch vor einer feuchten Aussprache schützen. 

2. Masken bieten hervorragenden Schutz

Um eine Infektion auszulösen, muss eine ausreichende Anzahl von Viren auf die Schleimhäute der oberen Atemwege gelangen. Ob das gelingt, hängt davon ab, wie viel Virus ausgeschieden wird und in welcher Konzentration es bis zu den Schleimhäuten einer anderen Person gelangt. Man setzt sich einer umso höheren Konzentration aus, je näher man der ausgeatmeten Luft einer anderen Person kommt und je länger sich Aerosol in der eingeatmeten Luft ansammeln konnte. Vor allem aber ist wichtig, ob dieser Übertragung eine Barriere im Weg steht, oder nicht.

Was viele Studien zu Masken ursprünglich nutzlos machte, war ein Missverständnis dessen, was überhaupt ausgefiltert werden muss. Betrachtet man das SARS Virus mit einer Größe von etwa 100 nm als sei es Staub, so kann eine FFP2 Maske es zu über 95% ausfiltern. Wie ist das aber bei einem einfachen OP-Mundschutz? Das Max-Planck-Institut hat unterschiedliche Materialien hinsichtlich ihrer Filterwirkung untersucht: Demnach gibt es sehr wohl auch OP-Masken, die eine ausreichende Filterwirkung entfalten.

Das SARS-2 Virus selbst braucht aber gar nicht ausgefiltert zu werden, sondern lediglich das Tröpfchen, auf dem es „reitet“. Nicht nur ist dieses Tröpfchen mindestens 50-mal größer, eine trockene Maske ist hydrophil, wirkt also wie Löschpapier, indem sie das Tröpfchen samt Virus aufsaugt. Ohne dieses Feuchtigkeitsreservoir ist das Virus nicht überlebensfähig. 

Maskengegner behaupten im Endeffekt, dass es irgendwie sicherer sei, keine Maske zu tragen. Zum einen reden sie damit der Impfung als einzigem Ausweg aus der Pandemie das Wort, zum anderen liegen Beweise für die Schutzwirkung von Masken inzwischen längst vor und die initialen, fehlerhaft durchgeführten Studien sind längst durch neue ersetzt, bei denen nicht nur auf die Mikrofilterung verschiedener Maskenstoffe geachtet wurde, sondern auch auf wesentliche Faktoren, wie der dichte Sitz und realistische Übertragungsszenarien. Diese Studien haben auch dazu geführt, dass die WHO, das RKI und das CDC ihren Standpunkt längst revidieren mussten.

Von vornherein vertraute ich hier lieber dem gesunden Menschenverstand: Man gehe einfach an einem kalten Morgen vor die Tür, wo man seinen Atem als Wolke sehen kann. Die besteht aus eben jenen kleinen Tröpfchen, um die es hier geht. Verschwindet diese Wolke durch das Tragen einer Maske, so werden diese Tröpfchen durch sie abgefangen. Und was beim Ausatmen mit den eigenen Tröpfchen passiert, wiederholt sich beim Einatmen mit den von Anderen. 

Studien bestätigen dies inzwischen nicht nur, sondern kommen zu wesentlich weitreichenderen Schlussfolgerungen: Nicht nur, dass Masken den Träger effizient schützen, sie reduzieren auf jeden Fall die mögliche Infektionsdosis, das „Inokulum" mit dem SARS-2 Virus, sodass selbst in dem Fall, dass trotz Maske eine Infektion zustande kommt, mit einem glimpflichen Verlauf zu rechnen ist. Den Befürchtungen von Prof. Bhakdi, dass Masken vermehrte Infektionen mit Rhinobakterien und Sauerstoffmangel verursachen, kann ich nicht beipflichten. Zwar mag sein, dass man vorübergehend hinter einer Maske eine erhöhte CO2 Konzentration messen kann, aber das davon betroffene Luftvolumen spielt im Vergleich zum Atemvolumen keine Rolle. Ich selbst trage Masken jeden Tag beruflich – seit der Corona-Krise noch konsequenter als zuvor – und hatte im gesamten letzten Winter erstmals nicht einmal den Anflug eines Schnupfens! Allerdings dürfte es Overkill sein, den ganzen Tag über eine FFP2 Maske zu tragen, ein OP-Mundschutz ist da erheblich angenehmer, auch wenn er dicht angeformt ist!


Die richtige Maske für jeden Zweck

Stoffmasken filtern nur dann effizient, wenn sie aus saugfähigem Gewebe sind, möglichst mehrlagig. Kunstfasern, die hier meist verwendet werden, sind oft wenig saugfähig. Man kann dies überprüfen, indem man eine trockene Stoffmaske wiegt und sie dann mit Wasser tränkt, ausdrückt bis sie nicht mehr tropft und dann erneut wiegt. Ein anderes Problem ist, dass sie häufig nicht dicht am Gesicht abschließen und eher einen Spritzschutz darstellen. Sind sie doch dicht, weil elastisches Gewebe benutzt wurde, ist der Atemwiderstand oft unangenehm hoch, weil sich der Stoff flächig auf das Gesicht legt und die gesamte Atemluft durch einen kleinen Bereich unter der Nase strömen muss. 

Deswegen ist ein OP-Mundschutz gefaltet und steht etwas ab, um mehr Filterfläche bereitzustellen. Jedoch muss hier der Nasenbügel sorgfältig angebogen werden: In der Mitte am besten über einen Finger rollen und unter dem Finger ein wenig zusammendrücken. Dann aufsetzen und den Bügel links und rechts neben der Nase ans Gesicht drücken und diese Biegung mit abgenommener Maske etwas verstärken, sodass ihn später der Gummizug gut am Gesicht anlegt. Aber auch an der Seite muss die Maske vor den Ohren zum Gesicht hin dicht anliegen! Beschlägt einem die Brille beim Ausatmen, so bläst man feuchte Atemluft durch eine Lücke und der Mundschutz dichtet nicht richtig ab! Eine gut sitzende Maske erkennt man daran, dass sich das Filtervlies beim Ein- und Ausatmen entsprechend dem Über- und Unterdruck der Maske bewegt.

FFP2-Masken sind aus mehrlagigem Vlies gefertigt und sollten so geformt sein, dass sie am Rand entlang komplett abdichten, der Rest jedoch mehr oder weniger weit absteht, sodass die Atemluft durch die gesamte Oberfläche gefiltert wird, was den Atemwiderstand auf einem erträglichen Niveau hält. Jedoch muss für einen dichten Sitz auch hier der Nasenbügel angebogen werden, wie oben beschrieben. Befindet man sich in einem Raum mit infektiösem Aerosol (z. B. COVID-Pflegestation), bieten FFP2-Masken einen deutlich besseren Schutz, als ein OP-Mundschutz. Jedoch ist der Sinn von solchen Masken vor allem im Freien sehr zweifelhaft, wie auch überall dort, wo das Risiko, einer infizierten Person ohne den nötigen Abstand zu begegnen, niedrig ist (z. B. Im Bau- oder Supermarkt). Die meisten Masken werden in Asien gefertigt, wo man sich nicht immer an unsere Vorschriften hält. Jedoch kann auch ein Prüfzeichen, sei es FFP2 nach der deutschen Norm, oder KN95 nach  der sehr ähnlichen amerikanischen, nicht davor schützen, dass man eine Maske falsch aufsetzt. Selbst eine FFP3-Maske nützt nicht viel, wenn sie nicht dicht am Gesicht abschließt, sodass Luft ungefiltert eingeatmet wird, besonders, wenn man sich aerosolhaltiger Raumluft aussetzt. 

Wenn es darum geht, alte Menschen zu schützen, kann man ihnen auch eine Maske mit Ventil geben. Das erleichtert bei guter Filterleistung wenigstens das Ausatmen, hält dabei freilich aber kein Aerosol zurück. Jedoch ist hier das Anliegen, in erster Linie alte Menschen vor anderen zu schützen und nicht, andere vor den Alten.

Obwohl sie medizinische Einwegartikel sind, muss man Masken nach einmaligem Tragen keineswegs wegwerfen. Man muss hier scharf unterscheiden, zwischen Pflegepersonal auf COVID- und Intensivstationen, die sich einem Sprühnebel von Tröpfchen COVID-19-Schwerkranker aussetzen müssen und Leuten, die beim Einkaufen für den Fall vorsorgen wollen, dass irgendwo im Laden jemand ist, der gerade SARS-2 Viren ausscheidet. Auf saugenden Untergründen hält sich dieses Virus nicht lange und das Trocknen des Mundschutzes sollte ausreichen, um es zu zerstören – wenn man möchte, auch bei 70°C im Backofen.


Masken und die saisonale Grippe

Die saisonale Grippe ist trotz aller Unterschiede auch eine der COVID-19 ähnliche luftgetragene Atemwegsinfektion. Hier vertraut man seit Dekaden auf die Grippeimpfung, ist jedoch weit davon entfernt, die Grippe auszurotten, denn dafür mutieren RNA-Viren zu schnell. Jedes Jahr aufs Neue schätzt die WHO ab, welche neue Variation von Grippeviren sich wo auf der Welt ausbreiten könnten und Hersteller entwickeln einen entsprechend modifizierten Impfstoff, der dann jedes Jahr weltweit verimpft wird.

Hier hatte das bereits erwähnte Cochrane Institut viel Zeit, um die Wirksamkeit dieses Vorgehens ausgiebig zu überprüfen. Studiert wurden sowohl Influenzaviren, als auch solche, die „influenza-like illness“ (ILI), also Erkrankungen mit Influenza-Symptomen, sprich „Grippe“, verursachen, 200 Virustypen insgesamt. Nach Aussortierung  von fehlerhaft angelegten Studien und solchen mit Schlussfolgerungen, welche durch die Studienergebnisse nicht getragen wurden, verblieben 25 Studien, die belastbar ausgewertet werden konnten – mit einem ernüchternden Ergebnis: Etwa 71 Erwachsene müssen gegen die Grippe geimpft werden, um eine Grippeinfektion zu vermeiden und die Grippeimpfung hat kaum Auswirkung auf durch Grippe verlorene Arbeitstage oder die Hospitalisierungsquote.

Dem Epidemiologiebericht zur Influenza des Robert Koch Instituts (RKI) aus 2019 ist zu entnehmen, dass in der Grippesaison 2017/18 über 25.000 Menschen allein in Deutschland an der Grippe verstorben sind. Gleichzeitig stellt die Pressemitteilung des RKI diesbezüglich praktisch nur die Forderung nach noch mehr Grippeimpfungen. Händewaschen und Abstandhalten zu Erkrankten finden sich gerade einmal kurz in einem Nebensatz als Schutzmaßnahme gegen Grippe erwähnt – von Masken ist keine Rede!

Masken, Abstand halten und Vermeidung von Menschenansammlungen in Innenräumen prägten hingegen den vergangenen Winter, mit einem erstaunlichen Resultat: Die Grippewelle fiel erstmals seit Dekaden praktisch komplett aus! Im Grippe Web des RKI kann man Informationen zum Verlauf der Grippewelle nachlesen und am Ende des Textes findet sich die folgende Grafik:

ILI sind Atemwegsbeschwerden (ARE) mit Fieber, also Grippe

Die schlimme Grippewelle 2017/18 zeigt die hellblaue Linie, dir blaue Linie zeigt, was die Grippeimpfung in einem normalen Jahr zu erreichen vermag, während die schwarze die Auswirkung der COVID-Maßnahmen auf Grippeinfektionen zeigt, wobei Masken der größte Anteil zugutekommen dürfte. 


COVID-19 und andere Faktoren

Wie Masken, werden auch Faktoren mit Auswirkung auf das Immunsystem beinahe schon systematisch heruntergespielt. Bei der Grippe sprach der Volksmund noch von „Abhärtung“ und anderen Maßnahmen im Lebenswandel, um das Immunsystem „stark“ zu machen. Von all dem ist bei COVID-19 keine Rede mehr und man möchte fast glauben, dass es nur vom Glück abhängt, wie lange man ungeimpft noch lebt! 

Hierbei sorgen uns vor allem die schweren Verläufe, und die entsteht nicht etwa durch das SARS-2 Virus selbst, sondern durch das Immunsystem, das Entzündungen in der Lunge auslöst. Vitamin D wirkt ähnlich einem Hormon und scheint die Replikation von Viren zunächst direkt zu behindern und so bis zu einem gewissen Grad vor viralen Infektionen zu schützen. Zusätzlich entfaltet es jedoch eine entzündungshemmende Wirkung und beugt so wahrscheinlich schweren Verläufen von Atemwegserkrankungen im Allgemeinen vor. Bei manchen COVID-19-Patienten kommt es zu einem „Zytokinsturm“ mit einer unkontrollierten, wilden Lungenentzündung und massiver Atemnot. Vitamin D scheint eine ausgleichende Wirkung gegen diesen Zytokinsturm zu entfalten. Daher ist es durchaus möglich, dass die Infektionsrate im Winter nicht nur aufgrund der vermehrten Aerosolbildung ansteigt, sondern auch durch den sich einstellenden Mangel an Vitamin D in der Bevölkerung. Selbst ein statistischer Zusammenhang zwischen positiven PCR-Tests für das SARS-2 Virus und Vitamin D Mangel wurde gefunden!

Dass das alles nicht nur dummes Zeug ist, zeigt auch die Tatsache, dass man dem Menschen mit Zugriff auf alles Machbare in der Welt, dem amerikanischen Präsidenten Trump, ebenfalls Vitamin D und Zink verabreichte. Letzteres braucht man nur bei unausgewogenen Ernährungsgewohnheiten zu substituieren, aber man macht auch als „Normalbürger“ wohl kaum etwas falsch, wenn man in den Wintermonaten ein Vitamin D Präparat in der auf der Packung angegebenen Dosierung einnimmt.

Wie eine im British Medical Journal Nutrition, Prevention & Health veröffentlichte Studie zeigt, spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Unter Studienteilnehmern, die einer „Low Carb“ Diät folgten und relativ viel tierisches Eiweiß zu sich nahmen, waren schwere COVID-19 Verläufe deutlich häufiger zu finden, als unter denen, die sich hauptsächlich pflanzlich ernährten.


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