Corona Digest

Waren es seit Urzeiten Heilkundige, die anhand typischer Symptome feststellten, ob jemand erkrankt war, und woran, so sind es heute Maschinen. An COVID-19 erkrankt ist man nicht, wenn man Fieber hat, nichts mehr schmecken und riechen kann, oder andere typische Symptome hat, sondern nur, wenn man einen positiven PCR-Test vorweisen kann. Das gilt auch dann, wenn man keinerlei Symptome hat und sich kerngesund fühlt und der Test trotzdem positiv ausfällt.

Masken wurden zu Anfang der Pandemie vorschnell als nutzlos deklariert und diese Rolle wird ihnen nun erneut zuteil, wenn nicht diejenigen, die sie gewissenhaft tragen, und auch sonst penibel darauf achten, dass sie niemanden anstecken können, als ungefährlich gelten, sondern pauschal nur diejenigen ihrer verfassungsgemäßen Bürgerrechte würdig sind, die sich einer Impfung mit tempoprärer Zulassung unterzogen haben, von der man nicht weiß, ob sie Infektionen bei diversen zirkulierenden Varianten des neuen SARS-Virus tatsächlich verhindert. Belohnt wird nicht länger Sorgfalt und Eigenverantwortung, sondern Konformität! 

Man soll sich auf Politik und Wissenschaft verlassen, als sei ihre Weisheit überirdisch, erlebt aber ständig Widersprüche und Fehler. Selbst Top-Virologen schlossen sich eifrig der Behauptung an, dass Masken ihrem Träger keinen Schutz böten, wo sich auch der Laie denken konnte, dass jede Barriere gegenüber Tröpfchen bei einer Tröpfcheninfektion besser sein muss, als keine. Jeder, der sich die Corona-App nicht aufs Handy zog, galt als Übeltäter, und doch spricht heute niemand mehr über diese App, die zig Millionen an Steuergeldern verschlungen hat. Politiker verhängen Ausgangssperren und harsche Lockdown-Maßnahmen, aber wenn Inzidenzen dessen ungeachtet weiter steigen, gibt es kein Umdenken, nur mehr vom Gleichen.

Man kann kaum die Übersicht über die vielen Informationen behalten, die da laut und leise täglich auf einen einströmen. Vor über einem Jahr begann ich daher diesen Corona Digest, in erster Linie als privaten Spickzettel, um diese Informationen zu sortieren und parat zu halten. Besucher sind jedoch eingeladen, mitzuspicken, um sich ihre eigene Meinung zu bilden!


Ist COVID-19 gefährlich?

Die Euromomo, ein dänisches Institut, erfasst europaweit Sterbedaten und viele Länder nehmen daran teil, Deutschland mit Ausnahme der Stadt Berlin und dem Land Hessen leider nicht.

Die oberste der folgenden Grafiken zeigt die Gesamtzahl der erfassten Sterbefälle pro Woche in den teilnehmenden Ländern. Gut zu erkennen ist die Übersterblichkeit (in der Spitze etwa 1600 Tote/Woche mehr als normal) während der Grippewelle 2017/18 (die in Deutschland seinerzeit insgesamt ca. 25.000 Tote verursacht hat). Völlig unzweideutig zeichnen sich jedoch auch die beiden COVID-19 Wellen im Jahr 2020 ab. Die Spitze während der ersten COVID-19 Welle liegt bei 90.000 Toten/Woche, also um etwa 35.000/Woche über dem Durchschnitt.

Interessant wird es jedoch, wenn man die Altersverteilung aufschlüsselt:

  • Bis zu einem Alter von 44 Jahren findet man gar praktisch keine mit den COVID-19 Wellen korrelierende Übersterblichkeit.
  • Erst in der Gruppe der 45-65-Jährigen wird eine korrelierende Übersterblichkeit erkennbar. Die Spitze während der ersten COVID-Welle in der KW 14 2020 liegt in dieser Altersgruppe bei 8855 Sterbefällen pro Woche, 2473 über der Basislinie von 6382 liegt, also rund 7% der Übersterblichkeit mit oder an COVID in allen Altersstufen für diese Woche.
  • Unter den über 65-Jährigen starben in der gleichen Woche 79.419 Menschen, 33.582 über der Basislinie von 46.837. Das sind rund 90% der gesamten Übersterblichkeit in allen Altersgruppen in der KW 14 2020.

Nach den europäischen Sterbedaten stellt hängt das Sterberisiko bei COVID-19 stark vom Alter ab (Medianwert 82 Jahre), für jüngere ist das Sterberisiko gering, für Kinder existiert es nicht. Allerdings stellt sich dabei auch die Frage, wie gesund unsere Alten eigentlich sind bzw. wie viele von ihnen sich nur noch durch die Einnahme diverser Medikamente am Leben erhalten. Persönlich bekannt ist mir ein rüstiges Ehepaar in der Schweiz, sie Ende 80, er in den 90ern, die beide COVID-19 ohne Komplikationen überstanden haben. Mir sind nur zwei Personen bekannt, die an/mit COVID-19 gestorben sind, beide mit gravierend kompromittierter Gesundheit. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamm auch der Stanford Wissenschaftler von Weltruf, John Ioannidis, in seinem Artikeln im WHO Bulletin und dem BMJ. Darin sah er das Sterberisiko je nach Ort als äquivalent mit einer täglichen Fahrt im Auto zwischen 13 und 101 Meilen (für >65-Jährige).


Manchmal wird behauptet, es habe überhaupt keine Übersterblichkeit in Deutschland wegen COVID-19 gegeben. Wenn dem so wäre, wäre Deutschland die Ausnahme in Europa. Allerdings zeigen die Sterbedaten der Euromomo auch, dass es seit März 2021 keine Übersterblichkeit in Europa mehr gibt, egal in welchem Alter oder aus welchem Grund. Wie ist das möglich?

Jeder Neuzugang in einem Krankenhaus erhält routinemäßig einen PCR-Test für das SARS-2 Virus, egal, aus welchem Grund er eingeliefert wurde. Hat sich also jemand z. B. vergiftet, weil er statt Bärlauch Herbstzeitlose verzehrt hat, und wird daraufhin im Krankenhaus eingeliefert, so wird er einer PCR-Testung unterzogen. Finden sich dabei irgendwelche Spuren des Genoms des neuen Corona Virus, so gilt er als COVID-19 Patient. Stirbt er dann an seiner Vergiftung, so wird er als COVID-19 Sterbefall an das RKI gemeldet. Es wird also nicht unterschieden, warum jemand in eine Klinik kam, wegen einem Unfall, einem Herzinfarkt oder wegen COVID-19 und somit ist völlig unklar, ob die gemeldete Zahl der COVID-19 Toten tatsächlich etwas mit einer SARS-2 Infektion zu tun haben!


COVID-19 Impfung und „Verschwörung"

Dr. Edward Jenner fand 1796 einen Weg, um die Welt von Pocken zu befreien. Dadurch wurde er zwar berühmt, aber nicht reich, denn er veröffentlichte die Anleitung zur Herstellung seiner Impfung, damit seine Kollegen überall auf der Welt diese ebenso einsetzen konnten. Prof. Bhakdi beschrieb kürzlich in einem Interview, dass in seinem Heimatland, Thailand, 100 Menschen sterben würden, wenn sich 100 mit Tetanus infizieren würden, egal wie alt oder gesund, gäbe es die Impfung nicht. Impfungen sind wichtig und können Leben retten, das ist keine Frage.

Die Frage ist eher, welche Mechanismen dazu führen, dass als verantwortungsloser Impfgegner mit Aluhut hingestellt wird, wer es wagt, Zweifel daran zu äußern, ob es klug ist, wenn wir demnächst sogar Jugendliche und Kinder einen experimentellen Impfstoff spritzen, der nur deswegen überhaupt verfügbar ist, weil er aufgrund einer Pandemie mit einem Virus, das für 10-15% der alten Menschen womöglich tödlich sein kann, eine Notfallzulassung erhielt, obwohl die normalerweise erforderlichen Sicherheitstests erst in einigen Jahre vorgelegt werden können.

Wir wissen zwar, dass diese Pandemie seit der bundesweiten Schulöffnung sich ausgebreitet hat, wir wissen aber auch, dass COVID-19 für Kinder und Jugendliche, von seltenen Ausnahmefällen abgesehen, keinerlei Bedrohung darstellt. Wenn man schon keine Alternative zur häuslichen Quarantäne finden kann, bei der man kranke Kinder mit ihrer gesunden Familie zusammen sperrt, die sich in der Folge natürlich infiziert, so könnte man darüber diskutieren, ob man die Eltern dieser Kinder vielleicht impfen sollte, damit sie die Pandemie nicht in ihr Arbeitsumfeld einschleppen, nicht aber die Kinder, für die keinerlei Risiko besteht! Bei jeder Impfung muss Nutzen gegen Risiko abgewogen werden und wenn es keinen Nutzen für den Patienten gibt, darf nicht geimpft werden, denn keine Impfung ist frei von Risiken! Der Notfall bei COVID-19 bestand im Sterberisiko für alte Menschen, vor allem in Altersheimen. Sie sind inzwischen geimpft und insofern die Impfung wirkt, existiert kein Notfall mehr! Dass man jetzt auf Biegen und Brechen auch Jüngere und vielleicht gar noch Babys „durchimpfen“ möchte, regt zum Nachdenken an.

„Follow the Money“ ist ein englischer Spruch, der dabei helfen soll, Blendwerk zu entwirren und Hintermänner zu finden, und im Grunde hatte der römische Schriftsteller Cicero mit seinem Ausspruch „qui bono?“ schon vor 2000 Jahren die gleiche Idee. Wenn man den Verdacht hat, dass etwas nicht stimmt, muss es auch jemanden geben, der davon profitiert. Wer käme dafür bei dieser Pandemie infrage?

Eine Pandemie bietet optimale Chancen für das schnelle Geld für die Pharmaindustrie, vor allem, wenn sie von Hysterie begleitet ist. Es wäre auch nicht das zum ersten Mal, dass man hier vorschnell vorgeht. Es sei an „Pandemrix“ erinnert, den Impfstoff der Firma GlaxoSmithKline, der während der Schweinegrippe (die sich später als harmlos entpuppte) unter Zeitdruck zugelassen und verimpft wurde, bald jedoch aus den Nachrichten verschwand. Jedoch haben die Diskussionen über Nebenwirkungen noch immer kein Ende gefunden, vor allem in Bezug auf lang anhaltende Schlafstörungen (Narkolepsie). Davon Betroffenen ist es praktisch unmöglich, später einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung nachzuweisen. Ein Spiegelbericht nannte das ein „Großexperiment mit einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff“ und im British Journal of Medicine erschien im Jahr 2018 eine Arbeit zu einschlägigen Hinweisen, die dem Hersteller schon vor dem Antrag auf Zulassung vorgelegen hatten, aber ignoriert wurden. So etwas gibt also tatsächlich.

Etwa 12,50 EUR kostet eine Dosis für die Grippeimpfung und wenn allein Deutschland 25 Millionen Dosen in Erwartung einer besonders dramatischen Grippewelle 2020 im Verbund mit COVID-19 bestellt hat - und später gar noch mehr – so lassen sich die Größenordnungen, um die es hier geht, erahnen. Diesmal eine besonders teurere Fehleinschätzung, denn die Grippewelle fiel aufgrund der COVID-Maßnahmen heuer aus und eine Menge von diesem Impfstoff verfällt nun ungenutzt. 640 Millionen Impfdosen gegen COVID-19 hat die EU gekauft, die reichen Länder dieser Welt zusammen 4,6 Milliarden. Kanada hat fünfmal so viele Dosen erworben, als es Einwohner hat, während für arme Länder nichts übrig bleibt. Die jeweils gezahlten Preise werden zumeist geheim gehalten.

Bei allen Unterschieden gibt es auch viele Ähnlichkeiten zwischen COVID-19 und der Grippe. Bei der Grippe haben wir es nicht einmal annähernd geschafft, sie durch Impfen auszurotten, und dennoch wird bei COVID-19 noch immer von „Herdenimmunität“ gesprochen, obwohl sich Fachleute längst einig sind, dass es die nie geben wird

Jedoch sind gerade wiederkehrende Impfungen, wie bei der Grippe, für die Hersteller ein Traumgeschäft, da der Aufwand ständig neuer Zulassungen entfällt und Abwandlungen eines Impfstoffes Jahr um Jahr aufs Neue verkauft werden können – gegen COVID-19 vielleicht sogar halbjährlich? Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass ältere Menschen mit besonderem Nachdruck zur Grippeimpfung gedrängt werden, während gleichzeitig darüber diskutiert wird, warum diese Impfung gerade bei über 60-Jährigen oft nicht wirkt. Dem kritischen Beobachter drängt sich ein Bild auf, in dem Impfungen, egal welcher Art, mächtige Fürsprecher haben müssen!

Und hier geht es tatsächlich um das ganz große Geld. Die Firma Pfizer, mit einer Marktkapitalisierung von etwas über 170 Milliarden Euro, gewann am 9. November innerhalb weniger Stunden fast 20 Milliarden an Marktwert, als sie verkündete, der neuen Impfstoff des Partners BioNTech habe eine Wirksamkeit von über 90%. Dieser Gewinn innerhalb einiger Stunden entsprach dem gesamten Börsenwert des Partners aus Mainz, der die Pandemie sofort als Chance erkannt und blitzschnell von Krebstherapie auf die Entwicklung eines COVID-Impfstoffes umgesattelt hatte. 

Schon jetzt kämpfen Firmen aber auch darum, ihre Pfründe zu sichern und versuchen, sich Gewinne mit Methoden zu sichern, die an Erpressung grenzen. Pfizer-Chef Bourla machte selbst damals Kasse, indem er noch am selben Tag 132 000 Stück seiner Pfizer Aktien verkaufte, während sich BioNTech Chef Ugur Sahin inzwischen unter den 500 reichsten Menschen der Welt tummelt. 

Doch was sind nun die Risiken bei diesen neuartigen Impfstoffen?

Wie man die komplexe Biochemie im menschlichen Körper für die Herstellung von Arzneimitteln einsetzen könnte, statt aufwändige Chemiefabriken dafür zu benötigen, darüber denken Pharmafirmen schon seit 30 Jahren nach. Bisher war es nur noch nicht gelungen, das Rezept für die Proteinsynthese, die Messenger-RNA (mRNA), daran zu hindern, zu zerfallen, bevor sie in Zellen gelangt, die das Rezept in tatsächliche Proteine umsetzen können, denn sie ist ausgesprochen fragil. Mithilfe einer Verpackung in Lipid Nanopartikel (LNP) aus vier verschiedenen Lipiden (zwei davon waren bisher nicht zugelassen), scheint dies nun gelungen zu sein und temporäre Notfallzulassungen sind erteilt.

Für Nanopartikel gibt es im Körper jedoch kaum Barrieren, sodass sie sich verteilen. In Tierversuchen wurden sie in Milz und Leber gefunden, wo es zum Zellsterben kam. Diese neuen Impfstoffe gelangen in die Blutbahn und ein Risiko besteht darin, dass sie so in verschiedenste Körperregionen gelangen und Zellen mit ihrem gentechnisch veränderten Code infizieren, sei es mRNA oder DNA. Diese Zellen bilden dann Spikeproteine aus, vermutlich vor allem Zellen der Auskleidung von Blutfefäßen, und es kommt zu einer Immunreaktion, und zwar nicht nur wie bei COVID-19 in der Nase, dem Rachen, den Bronchien oder in der Lunge, sondern in Organen wie Milz und Leber, oder auch im Gehirn. Der Kontakt dieser Spikes mit den Blutblättchen könnte dann auch zu den Gerinnungsstörungen führen, die wir ja tatsächlich beobachten.

Ein zweites Risiko besteht in der Sensibilisierung, der „Scharfschaltung“ des Immunsystems. Eine Immunantwort ist eine fein dosierte Angelegenheit. Unser Immunsystem hat Millionen von Jahren der Reifung durchlaufen, um Pathogene zu beseitigen und gleichzeitig körpereigene Zellen dabei so weit als irgend möglich zu schonen. Dieses haarfeine Gleichgewicht könnte nun gestört werden und die Erfahrung, dass die Nebenwirkungen der Impfung bei der zweiten Dosis meist größer sind, als bei der ersten, mag ein Hinweis dafür sein. Wie wird es dann mit der 3., 4., 5. oder 6. Dosis sein?

Selten wird auch der ausgeprägte Rückgang der Lyphozyten (Lymphopenie) in den ersten 7 Tagen nach der Impfung erwähnt, den man in Tierversuchen gemessen hat und der vermutlich auch Menschen in dieser Phase erheblich infektionsanfälliger macht – einige Ausbrüche in frisch geimpften Altersheimen scheinen dies zu bestätigen. Auf viele weitere solcher Details geht Vanessa Schmidt-Krüger, Forscherin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, in ihrem YouTube Video ein. Leider kam es nicht mehr zur angekündigte Fortsetzung und sie steht auch für keine Interviews mehr zur Verfügung. 

Extrem selten nur hört man kritische Stimmen dazu, wie z. B. die von Prof. Doshi, den manche vielleicht aus dem Tamiflu-Skandal kennen. Tamiflu war das Wundermittel für die Schweinegrippe, von der Bundesregierung Container-weise gekauft. Danach erst wurden ernste Nebenwirkungen bekannt. Wohlgemerkt: Dieses Medikament hatte alle Hürden für die weltweite Zulassung mithilfe von Studien genommen, die von Roche finanziert waren und war auch von der WHO empfohlen worden. Vorschnell, wie sich zeigte, denn Jahre später ergaben Metaanalysen von unabhängigen Studien durch das Cohrane Institut, dass weder die Sicherheit des Medikaments, noch die Wirksamkeit den Versprechungen durch den Hersteller auch nur nahe kamen, und die U. S. Behörde FDA erzwang schließlich erhebliche Veränderungen der Angaben auf der Packung.

Ein Problem ist, dass die Produkte der Pharmaindustrie keinen unabhängigen Tests auf Sicherheit und Wirksamkeit unterzogen werden, sondern die Hersteller führen diese Studien selbst durch. An der Pfizer-Studie ihres vom Mainzer Partner BioNTech entwickelten COVID-19-Impfstoffes nahmen rund 40.000 Probanden teil, von denen in der Folge insgesamt 170 an COVID-19 Erkrankte in die Statistik eingingen, also 0,425%. 8 davon fanden sich unter den Geimpften und 162 in der Kontrollgruppe, woraus man eine Wirksamkeit von 95% errechnete. Doshi zeigte Schwachpunkte dieser Studie auf: Als COVID-19 erkrankt galt nur, wer einen positiven PCR-Test hatte. Und es wurden keineswegs alle Studienteilnehmer einer PCR-Testung unterzogen und nicht einmal alle, die sich mit COVID-19 Symptomen meldeten. Unabhängig davon, wie typisch die Symptome für COVID-19 waren, wurde nur getestet, wer alle festgesetzten Bedingungen erfüllte, beim Rest ist unklar, ob eine COVID-19 Erkrankung vorlag, oder nicht. 3410 solcher nicht getesteten Verdachtsfälle waren aufgetreten und ihre Verteilung fiel ganz anders aus: 1594 unter den Geimpften und 1816 den Ungeimpften. Wollte man anstelle der optimalen Wirksamkeit die minimale berechnen, so käme man auf eine Wirksamkeit von 19-29%. Man kann das alles nicht klären, solange wichtige Unterlagen von Pfizer als Betriebsgeheimnis unter Verschluss gehalten werden.

Hat man die bei COVID-19 klar abgegrenzte Risikogruppe durch eine Impfung geschützt (die hoffentlich auch funktioniert), ist unklar, wie es immer noch zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen soll. Anzumerken ist dabei, dass Krankenhäuser sich keine zahlreichen Leerstände leisten können und die Bettenzahl in diesen Stationen inzwischen wieder reduziert wurde. Daher wird an einem Krankenhaus eine Auslastung von 75% bereits mit 6 Patienten erreicht, wenn 8 Intensivbetten für COVID bereitgehalten werden.

Stattdessen drängt man selbst diejenigen, die eine COVID-19 Infektion überstanden haben,  zur Impfung, was ausgesprochen abenteuerlich erscheint, denn es steht zu erwarten, dass eine natürliche Immunität der eingeimpften überlegen ist (siehe Kekulè Podcast Nr. 145). 

Nun ist es kein Geheimnis, dass die Pharmaindustrie, wie die Auto- oder Lebensmittelindustrie auch,  gewinnorientiert arbeitet und eine einflussreiche Lobby beschäftigt, deren Auftrag es ist, Medien und Entscheidungsträgern ständig zuzuflüstern. Aus Sicht der Pharmaindustrie wäre es sicherlich wünschenswert, das Vertrauen in die Schutzwirkung von Masken nach Möglichkeit zu unterraben, um Hoffnungen auf ihre Impfstoffe zu bündeln. Verängstigte Menschen werden weniger lang fackeln, bevor sie sich einer neuartigen Impfung unterziehen, als solche, die sich durch Masken ausreichend geschützt fühlen. Wenn man sieht, wie die WHO, das amerikanische CDC und das deutsche RKI Masken anfänglich als nutzlos hinstellten, obwohl man hätte wissen müssen, dass die dabei zitierten Studien diese Aussage nicht trugen, so muss man sich ernsthaft fragen, in wieweit dies möglicherweise Einflüssen durch diese Lobbys zu verdanken ist.

Wie Bernd Hontschik in seinem bereits zitierten Kommentar trefflich zusammenfasst, sind letztlich beide Behauptungen aus der Luft gegriffen, sowohl dass diese neuen Impfungen unbedenklich sei, als auch, dass sie gefährlich sei – es ist ein Großversuch mit einer neuen Impftechnologie. Man kann durchaus daran teilnehmen, aber die vom Gesetz geforderte vollständige Aufklärung ist im Moment noch gar nicht möglich. Abenteuerlich erscheinen unter diesem Aspekt aber Diskussionen um eine Impfpflicht oder Restriktionen als Druckmittel, z. B. in Form eines Impfpasses, welche die Menschen benachteiligen sollen, die ihre vorausgegangene COVID-Erkrankung nicht beweisen können, oder aus welchem Grund auch immer die Teilnahme an diesem Impfexperiment nicht wagen wollen.

Immerhin sammeln sich zum einen inzwischen Daten beim Paul-Ehrich-Institut und Interessierte können so einschlägige Reports im Blick behalten. Wer aus irgendeinem Grund den Aussagen der deutschen Behörden alleine nicht vertrauen möchte, kann sich auch die Informationen des schweizerischen BAG zur Impfung durchlesen.

Sicher ist allerdings auch, dass durch die Impfung physische Vorsichtsmaßnahmen und Maskenpflicht auf absehbare Zeit nicht verzichtbar werden und dass der Schutz gegen neue Varianten ungenügend sein wird. Euphorische Nachrichten berichten von der Lockerung der Maskenpflicht im Land der Impf-Weltmeister, Israel. Nicht so sehr betont wird dabei, dass dies nur die vorher extrem strengen Regeln auch im Freien betrifft, nicht aber öffentlich zugängliche Innenräume. Hält man aber physische Schutzmaßnahmen ein, so geht es bei der Abwägung zur Impfung im Endeffekt um den Schutz, den sie über Masken hinaus bieten kann. Physische Maßnahmen schützen aber gleichzeitig gegen alle luftgetragenen Infektionen, darunter auch alle gegenwärtigen und künftigen Varianten des SARS-2 Virus. Der Ausfall der diesjährigen Grippesaison hätte das eindrücklicher kaum zeigen können!


Was unterscheidet das SARS-2 Virus von der gewöhnlichen Grippe? 

  1. Die Grippe kennt jeder und es ist schwierig, jemandem diesbezüglich ein X für ein U vorzumachen. Auch bei der Grippe wurde versucht, Bedrohungsszenarien aufzubauen, die aber viele nicht sehr ernst nahm. Wahrscheinlich wusste man nicht einmal, dass man an einer Grippe tatsächlich sterben kann und dass dieses Schicksal während der Grippewelle 2017/8 in Deutschland über 25.000 Menschen traf – der Grippeimpfung zum Trotz!
    Demgegenüber schüren Meldungen zu COVID-19 inzwischen nun schon über ein Jahr lang täglich neue Ängste und erschöpfen die Menschen. Das tägliche Starren auf R-Werte, Inzidenzzahlen und Sterbefälle scheint kein Ende zu nehmen und die meisten dürften sich impfen lassen, um diesem psychischen Trauma in Ende zu setzen, das es so bei der Grippe nicht gibt.
  2. Coronaviren waren früher hauptsächlich Tierärzten bekannt, sie wurden erstmals in den 60er Jahren gefunden. Inzwischen sind sind sieben Arten bekannt, welche auch den Menschen infizieren und dabei Symptome von leichten Erkältungen bis hin zum "Schweren Akuten Atemwegs-Syndrom" (SARS) verursachen können. 
  3. Durch die Namensgebung hat man das SARS-2 Virus mehr oder weniger willkürlich als das zweite deklariert, das beim Menschen schwere Lungenentzündungen hervorrufen kann, obwohl es dem SARS-1 Virus ähnlich genug ist, um eine Variante davon zu sein. Nach dem Hamburger Wissenschaftler und Mitglied der Leopoldiner, Prof. Wiesendanger, ist die offizielle Darstellung, das SARS-2 Virus sei von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen, nicht recht nachvollziehbar. Erheblich plausibler sei in der Tat ein Laborunfall in Wuhan, wo man mit gentechnischen Modifikationen des SARS-1 Virus experimentiert habe.


Was wissen wir heute über das SARS-2 Virus? 

  • Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über die Atemwege (Aerosol, Tröpfchen)
  • Masken bieten hervorragenden Schutz, solange sie zum Gesicht abdichten

1. Übertragung des SARS-2 Virus

Kontakt- oder Schmierinfektionen verursachen entgegen ersten Vermutungen nur etwa 10% der Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Hier ist die Gefahr hauptsächlich, dass man etwas anfasst, auf dem sich infektiöser Schleim befindet. Solange man sich nicht mit ungewaschenen Händen in Mund, Nase, vielleicht auch Augen fasst, muss man sich darum kaum Sorgen machen. Am besten wäscht man sich einfach die Hände, sobald man nachhause kommt, bevor man dort etwas anrührt, was sowieso keine schlechte Idee ist! 

Das neue Coronavirus ist ein behülltes RNA-Virus, das Proteine hinter einem Fettfilm verbirgt. Seife reicht völlig aus, um diesen zu zerstören und das Virus unschädlich zu machen, aggressive Chemikalien sind dafür nicht erforderlich.

Der Unterschied zwischen Tröpfchen und Aerosol liegt in der Größe der Tröpfchen. Große Tropfen fallen zur Erde, etwas kleinere Tröpfchen mögen bis zu 2 m weit fliegen, was man auch durch ein Gesichtsschild verhindern könnte. Hier hilft Abstand halten (auch im Freien mindestens 1,5 m).

Ab einer Größe von etwa 5 µm beginnen diese  Tröpfchen jedoch in Wolken zu schweben und bilden Aerosol, das sich in Innenräumen immer weiter ansammeln kann. Im Freien werden diese Wolken jedoch sofort verblasen, bzw. steigen wegen der höheren Temperatur der Atemluft auf.

Quellen für Aerosol:

  • Stimmbänder (beim Singen oder Schreien)
  • Verdunstung bei geringer relativer Luftfeuchtigkeit

Die Stimmbänder können wie Zerstäuber wirken und direkt kleinste Tröpfchen bilden, besonders beim Singen oder Schreien. In der kühlen Jahreszeit bilden sich im Freien Aerosolwolken kaum, da kleine Tröpfchen durch Kondensation eher größer werden und zu Boden fallen. Ganz anders in Innenräumen: hier sammelt sich Aerosol nicht nur an, sondern bildet sich auch vermehrt, weil die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen niedrig ist und Tröpfchen durch Verdunstung klein genug werden können, um als Aerosol in der Luft schwebend zu verharren. Die Konzentration von Aerosol steigt dann in einem Raum umso mehr, je länger sich Menschen darin aufhalten, je kleiner und niedriger der Raum ist und je seltener gelüftet wird. Dagegen hilft ein Gesichtsschild dann ebenso wenig, wie eine schlecht sitzende Maske. Allerdings können selbst schlecht sitzende Masken andere noch vor einer feuchten Aussprache schützen. 

2. Masken bieten hervorragenden Schutz

Um eine Infektion auszulösen, muss eine ausreichende Anzahl von Viren auf die Schleimhäute der oberen Atemwege gelangen. Ob das gelingt, hängt davon ab, wie viel Virus ausgeschieden wird und in welcher Konzentration es bis zu den Schleimhäuten einer anderen Person gelangt. Man setzt sich einer umso höheren Konzentration aus, je näher man der ausgeatmeten Luft einer anderen Person kommt und je länger sich Aerosol in der eingeatmeten Luft ansammeln konnte. Vor allem aber ist wichtig, ob dieser Übertragung eine Barriere im Weg steht, oder nicht.

Was viele Studien zu Masken ursprünglich nutzlos machte, war ein Missverständnis dessen, was überhaupt ausgefiltert werden muss. Betrachtet man das SARS Virus mit einer Größe von etwa 100 nm als sei es Staub, so kann eine FFP2 Maske es zu über 95% ausfiltern. Wie ist das aber bei einem einfachen OP-Mundschutz? Das Max-Planck-Institut hat unterschiedliche Materialien hinsichtlich ihrer Filterwirkung untersucht: Demnach gibt es sehr wohl auch OP-Masken, die eine ausreichende Filterwirkung entfalten.

Das SARS-2 Virus selbst braucht aber gar nicht ausgefiltert zu werden, sondern lediglich das Tröpfchen, auf dem es „reitet“. Nicht nur ist dieses Tröpfchen mindestens 50-mal größer, eine trockene Maske ist hydrophil, wirkt also wie Löschpapier, indem sie das Tröpfchen samt Virus aufsaugt. Ohne dieses Feuchtigkeitsreservoir ist das Virus nicht überlebensfähig. 

Maskengegner behaupten im Endeffekt, dass es irgendwie sicherer sei, keine Maske zu tragen. Zum einen reden sie damit der Impfung als einzigem Ausweg aus dr Pandemie das Wort, zum anderen liegen Beweise für die Schutzwirkung von Masken inzwischen längst vor und die initialen, fehlerhaft durchgeführten Studien sind längst durch neue ersetzt, bei denen nicht nur auf die Mikrofilterung verschiedener Maskenstoffe geachtet wurde, sondern auch auf wesentliche Faktoren, wie der dichte Sitz und realistische Übertragungsszenarien. Diese Studien haben auch dazu geführt, dass die WHO, das RKI und das CDC ihren Standpunkt längst revidieren mussten.

Von vornherein vertraute ich hier lieber dem gesunden Menschenverstand: Man gehe einfach an einem kalten Morgen vor die Tür, wo man seinen Atem als Wolke sehen kann. Die besteht aus eben jenen kleinen Tröpfchen, um die es hier geht. Verschwindet diese Wolke durch das Tragen einer Maske, so werden diese Tröpfchen durch sie abgefangen. Und was beim Ausatmen mit den eigenen Tröpfchen passiert, wiederholt sich beim Einatmen mit den von Anderen. 

Bereits im März 2020 erschien mir  Prof. Kim Joo-Wu diesbezüglich glaubhaft, ein führender Experte für Infektionskrankheiten, dem viele Südkoreaner den glimpflichen Verlauf der Pandemie in ihrem Land zuschreiben und der schon frühzeitig viel Erfahrung mit dem neuen Coronavirus hatte. Bereits in den ersten Tagen des Ausbruchs rief er dringend zum Tragen von Masken auf – in Asien ein deutlich weniger kontroverses Thema, da man es dort nicht mit der Beraubung persönlicher Freiheiten gleichsetzt.

Neuere Studien bestätigen dies nicht nur, sondern kommen zu wesentlich weitreichenderen Schlussfolgerungen: Nicht nur, dass Masken den Träger effizient schützen, sie reduzieren auf jeden Fall die mögliche Infektionsdosis, das „Inokulum" mit dem SARS-2 Virus, sodass selbst in dem Fall, dass trotz Maske eine Infektion zustande kommt, mit einem glimpflichen Verlauf zu rechnen ist. Den Befürchtungen von Prof. Bhakdi, dass Masken vermehrte Infektionen mit Rhinobakterien und Sauerstoffmangel verursachen, kann ich nicht beipflichten. Zwar mag sein, dass man vorübergehend hinter einer Maske eine erhöhte CO2 Konzentration messen kann, aber deren Volumen spielt im Vergleich zum Atemvolumen keine Rolle. Ich selbst trage Masken jeden tag beruflich und seit der Corona-Krise konsequenter als zuvor, und hatte im gesamten letzten Winter erstmals nicht einmal den Anflug eines Schnupfens! Allerdings dürfte es Overkill sein, den ganzen Tag über eine FFP2 Maske zu tragen, ein OP-Mundschutz ist da erheblich angenehmer, auch wenn er dicht angeformt ist!


Die richtige Maske für jeden Zweck

Stoffmasken filtern nur dann effizient, wenn sie aus saugfähigem Gewebe sind, möglichst mehrlagig. Kunstfasern, die hier meist verwendet werden, sind oft wenig saugfähig. Man kann dies überprüfen, indem man eine trockene Stoffmaske wiegt und sie dann mit Wasser tränkt, ausdrückt bis sie nicht mehr tropft und dann erneut wiegt. Ein anderes Problem ist, dass sie häufig nicht dicht am Gesicht abschließen und eher einen Spritzschutz darstellen. Sind sie doch dicht, weil elastisches Gewebe benutzt wurde, ist der Atemwiderstand oft unangenehm hoch, weil sich der Stoff flächig auf das Gesicht legt und die gesamte Atemluft durch einen kleinen Bereich unter der Nase strömen muss. 

Deswegen ist ein OP-Mundschutz gefaltet und steht etwas ab, um mehr Filterfläche bereitzustellen. Jedoch muss hier der Nasenbügel sorgfältig angebogen werden: In der Mitte am besten über einen Finger rollen und unter dem Finger ein wenig zusammendrücken. Dann aufsetzen und den Bügel links und rechts neben der Nase ans Gesicht drücken und diese Biegung mit abgenommener Maske etwas verstärken, sodass ihn später der Gummizug gut am Gesicht anlegt. Aber auch an der Seite muss die Maske vor den Ohren zum Gesicht hin dicht anliegen! Beschlägt einem die Brille beim Ausatmen, so bläst man feuchte Atemluft durch eine Lücke und der Mundschutz dichtet nicht richtig ab! Eine gut sitzende Maske erkennt man daran, dass sich das Filtervlies beim Ein- und Ausatmen entsprechend dem Über- und Unterdruck der Maske bewegt.

FFP2-Masken sind aus mehrlagigem Vlies gefertigt und sollten so geformt sein, dass sie am Rand entlang komplett abdichten, der Rest jedoch mehr oder weniger weit absteht, sodass die Atemluft durch die gesamte Oberfläche gefiltert wird, was den Atemwiderstand auf einem erträglichen Niveau hält. Jedoch muss für einen dichten Sitz auch hier der Nasenbügel angebogen werden, wie oben beschrieben. Die meisten Masken werden in Asien gefertigt, wo man sich nicht immer an unsere Vorschriften hält. Jedoch kann auch ein Prüfzeichen, sei es FFP2 nach der deutschen Norm, oder KN95 nach  der sehr ähnlichen amerikanischen, nicht davor schützen, dass man eine Maske falsch aufsetzt. Selbst eine FFP3-Maske nützt nicht viel, wenn sie nicht dicht am Gesicht abschließt, sodass Luft ungefiltert eingeatmet wird, besonders, wenn man sich aerosolhaltiger Raumluft aussetzt. 

Wenn es darum geht, alte Menschen zu schützen, kann man ihnen auch eine Maske mit Ventil geben. Das erleichtert bei guter Filterleistung wenigstens das Ausatmen, hält dabei freilich aber kein Aerosol zurück. Jedoch ist hier das Anliegen, in erster Linie alte Menschen vor anderen zu schützen und nicht, andere vor den Alten.

Obwohl sie medizinische Einwegartikel sind, muss man Masken nach einmaligem Tragen keineswegs wegwerfen. Man muss hier scharf unterscheiden, zwischen Pflegepersonal auf COVID- und Intensivstationen, die sich einem Sprühnebel von Tröpfchen COVID-19-Schwerkranker aussetzen müssen und Leuten, die beim Einkaufen für den Fall vorsorgen wollen, dass irgendwo im Laden jemand ist, der gerade SARS-2 Viren ausscheidet. Auf saugenden Untergründen hält sich dieses Virus nicht lange und das Trocknen des Mundschutzes sollte ausreichen, um es zu zerstören – wenn man möchte, auch bei 70°C im Backofen.


Masken und die saisonale Grippe

Die saisonale Grippe ist trotz aller Unterschiede auch eine der COVID-19 ähnliche luftgetragene Atemwegsinfektion. Hier vertraut man seit Dekaden auf die Grippeimpfung, ist jedoch weit davon entfernt, die Grippe auszurotten, denn dafür mutieren RNA-Viren zu schnell. Jedes Jahr aufs Neue schätzt die WHO ab, welche neue Variation von Grippeviren sich wo auf der Welt ausbreiten könnten und Hersteller entwickeln einen entsprechend modifizierten Impfstoff, der dann jedes Jahr weltweit verimpft wird.

Hier hatte das bereits erwähnte Cochrane Institut viel Zeit, um die Wirksamkeit dieses Vorgehens ausgiebig zu überprüfen. Studiert wurden sowohl Influenzaviren, als auch solche, die „influenza-like illness“ (ILI), also Erkrankungen mit Influenza-Symptomen, sprich „Grippe“, verursachen, 200 Virustypen insgesamt. Nach Aussortierung  von fehlerhaft angelegten Studien und solchen mit Schlussfolgerungen, welche durch die Studienergebnisse nicht getragen wurden, verblieben 25 Studien, die belastbar ausgewertet werden konnten – mit einem ernüchternden Ergebnis: Etwa 71 Erwachsene müssen gegen die Grippe geimpft werden, um eine Grippeinfektion zu vermeiden und die Grippeimpfung hat kaum Auswirkung auf durch Grippe verlorene Arbeitstage oder die Hospitalisierungsquote.

Dem Epidemiologiebericht zur Influenza des Robert Koch Instituts (RKI) aus 2019 ist zu entnehmen, dass in der Grippesaison 2017/18 über 25.000 Menschen allein in Deutschland an der Grippe verstorben sind. Gleichzeitig stellt die Pressemitteilung des RKI diesbezüglich praktisch nur die Forderung nach noch mehr Grippeimpfungen. Händewaschen und Abstandhalten zu Erkrankten finden sich gerade einmal kurz in einem Nebensatz als Schutzmaßnahme gegen Grippe erwähnt – von Masken ist keine Rede!

Masken, Abstand halten und Vermeidung von Menschenansammlungen in Innenräumen prägten hingegen den vergangenen Winter, mit einem erstaunlichen Resultat: Die Grippewelle fiel erstmals seit Dekaden praktisch komplett aus! Im Grippe Web des RKI kann man Informationen zum bisherigen Verlauf der Grippewelle nachlesen und am Ende des Textes findet sich die folgende Grafik:

ILI sind Atemwegsbeschwerden (ARE) mit Fieber, also Grippe

Die schlimme Grippewelle 2017/18 zeigt die hellblaue Linie, dir blaue Linie zeigt, was die Grippeimpfung in einem normalen Jahr zu erreichen vermag, während die schwarze die Auswirkung der COVID-Maßnahmen auf Grippeinfektionen zeigt, wobei Masken der größte Anteil zugutekommen dürfte. 

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir auch COVID-19 nicht einfach mit Impfungen auslöschen können, denn schon jetzt treten ständig neue Varianten auf, welche den Impfschutz, wie groß er am Ende auch wirklich sein mag, umgehen. Vor all diesen Varianten, wie auch vor allen anderen luftgetragenen Infektionen, bieten Masken hingegen einen vergleichsweise zuverlässigen Schutz, den kein Virus durch Mutationen austricksen kann. Und so besteht sogar die Möglichkeit, dass Menschen nach einer COVID-19 Impfung erleichtert aufatmen, und dabei, von keiner Maske geschützt, mutierte COVID-Viren, Grippeviren und weitere Erreger einatmen, vor denen sie sich im vergangenen Winter noch sorgfältig geschützt hatten!


Die Epidemiologie

Hat man Löcher im Gartenschlauch, so kann man ihn solange zusammenquetschen, bis gar nichts mehr herauskommt – oder auch, bis es nur noch durch die Löcher herausspritzt! Ähnlich scheint es, wenn man alle Kontakte zwischen Menschen undifferenziert als gefährlich bewertet und jeden positiven PCR-Test als Erkrankung einstuft. So nimmt man momentan die Familie als einen wichtigen Übertragungsort an, aber es wäre wichtiger, zu überlegen, wie das Virus in Familien eingeschleppt wird. Hier drängt sich die Parallele mit der Schulöffnung geradezu auf, die vollzogen wurde, noch bevor Schnelltests fest in einem Schutzkonzept verankert waren. 

Hat eine Familie nun ein Kind im Kindergarten, eines in der Grundschule und eines in einer Oberschule, so wäre es verwunderlich, wenn nicht eines von den dreien das Virus irgendwann aufschnappt. Ist es dann krank, so wird es isoliert, und zwar zusammen mit den gesunden Familienmitgliedern, die sich dann fast zwangsläufig infizieren. Generell bedeutet die Isolation von positiv Getesteten, dass sie mit ihrer Familie zu Hause bleiben, also quasi mit Gesunden zusammengeschlossen werden. In China hat man Hotels angemietet, in denen man die Kranken miteinander isolierte und von medizinischem Personal betreuen ließ. Das half nicht nur den Hotels, sondern dämmte das Virus auch im Handumdrehen ein. Mit immer schärferen, aber unspezifischen Lockdowns kommt auch die Rat- und Ideenlosigkeit zum Ausdruck, mit der man diesem Problem gegenüber zustehen scheint. Das Kanzlerwort, kein Land habe es geschafft, eine COVID-Welle ohne Ausgangssperre zu berchen steht gegen die Ergebnisse des Forschers John Ioannidis, dass sich dafür keinerlei Effekt belegen lässt. Solche Maßnahmen treffen nur die Menschen, die sowieso schon mitmachen. Eine Inzidenz von 100 bedeutet, dass im 7-Tage-Mittel 1 Mensch pro Tausend positiv auf bestimmte Gene des SARS-2 Virus getestet wurde. Entweder hat er Reste des Virus aus einer überstandenen Infektion in sich und ist nicht mehr ansteckend, oder er ist krank und hat COVID-19-Symptome, oder er steht kurz davor. In diesem Fall muss er eine ungeschützte Begegnung mit einem Infizierten gehabt haben, der sich ebenso wenig schützte. Die überwältigende Mehrheit der Menschen ist jedoch vorsichtig, hält Abstand und trägt Masken. Eine Ausgangssperre betitelt sie alle als Treiber der Infektion, trifft aber nicht diejenigen, die sich und andere nicht schützen und sich an keine Regeln halten. Doch auch in der Gruppe der Willigen beginnt das Vertrauen zu schwinden, besonders, wenn sich der Maßnahmenkatalog wie ein Lobbyverzeichnis liest:

  • Warum darf man sich über viele Stunden in einen engen Flieger quetschen, aber nicht mit Maske im Kino, Opernhaus oder Theater sitzen, selbst wenn dazwischen 1 oder 2 Plätze freigehalten werden?
  • Warum darf man seinen Urlaub nicht abgeschieden in einem Ferienhäuschen an unserer Küste oder in den Alpen verbringen, wohl aber pauschal über Reiseveranstalter im Ausland buchen?
  • Warum sollte man jemals beim Radfahren im Freien eine Maske aufsetzen müssen?
  • Warum schielt man ständig und überall auf Inzidenzen, wo man doch um die langen Meldewege in Deutschland weiß, und somit um die ungenauen täglichen Zahlen?
  • Wo sind die Studien, die zeigen, dass jeder, der einen positiven PCR-Test hat, auch krank oder ansteckend ist?
  • Wenn schon im Strategiepapier des RKI Einzelhandel und Hotels als grün (kaum Infektiosrisiko) ausgewiesen werden, warum müssen sie dann schließen, während man sich im öffentlichen Nahverkehr drängelt?
  • Warum geht man noch immer von einem linearen Zusammenhang zwischen Inzidenz und Sterbefällen aus?

Statt herauszufinden, wo noch Löcher im Schlauch offen sind, wirken Maßnahmen wenig spezifisch und treffen Einzelne übertrieben hart. Und man dürfte von der verführerisch niedrig hängenden Traube der Varianten naschen, die angeblich für alles verantwortlich sind, statt den Sinn jeder einzelnen Anordnung zu überprüfen und kognitiv zu justieren. 

Aufgrund der klaren Altersverteilung drückt die Zahl der COVID-Toten in erster Linie aus, wie gut alte Menschen vor einer Infektion geschützt wurden, während die Inzidenz positive PCR-Tests unabhängug davon darstellen, ob die Betroffenen krank sind, oder genesen, aber noch mit inaktiven Viruspartikeln, oder gesund sind, aber dennoch mit einigen Viruspartikeln im Abstrich. Früher hat man hier eine feste Relation angenommen: je mehr positiv getestet werden, desto mehr werden sterben. PCR-Tests dienen allerdings immer mehr zur Bestätigung positiver Schnelltests, von denen die meisten aus reiner Vorsicht gemacht werden, und nicht, weil Menschen sich krank fühlen. 

Der Schweizer Rundfunk (srf.ch) stellt eine Vergleichsgrafik zur Verfügung, mit der sich die Lage sowohl zu den täglichen Neuinfektionen, als auch zu den täglich gemeldeten Sterbefällen gut einschätzen lässt. Die folgende Grafik zeigt Neuinfektionen pro Million Einwohner in 5 Ländern im Vergleich (Stand 26.4.2021, bitte Bild anklicken für volle Größe):


Israel hat vorgemacht, wie es geht: Ultra-strenger Lockdown und impfen, so schnell es geht. Beides ist wichtig, wenn man vermeiden möchte, Virusvarianten geradezu zu züchten. Der ausgeprägte Rückgang der Sterbezahlen macht es wahrscheinlich, dass die Impfung von BioNTech tatsächlich effizient vor schweren Verläufen schützt, jedoch nicht schlechter, als die im Vereinigten Königreich hauptsächlich eingesetzte Impfung von Astra Seneca, der dort wesentlich niedrigeren Impfquote zum Trotz. Und doch gelingt es der Schweiz mit relativ milden Maßnahmen und einer eher mageren Impfrate, den Ausbruch auf eine ähnlich niedrige Sterberate zu drücken. Indien ist ständig in den Schlagzeilen, jedoch sind die Zahlen dort relativ zur riesigen Bevölkerung des Landes nichts Außergewöhnliches. In den riesigen Ballungszentren dort kommt es aber wohl zur völligen Überlastung von Krankenhäusern.

Unter Our World in Data kann man die Impfquoten abrufen. Entscheidend hierbei ist nicht die Gesamtzahl der verabreichten Impfdosen, sondern die Quote der Bevölkerung, die mindestens eine Dosis erhalten hat (Stand 14.4.2021, für Vollbild bitte anklicken!):

Einen Grund für die höhere Sterberate bei uns hat vielleicht der Chefarzt der Lungenklinik in Moers identifiziert: Nach ihm werden zu viele Patienten auf Intensivstationen künstlich beatmet. Eine nicht mehr zeitgemäße Leitlinie fordere die Intubation bei einer Sauerstoffsättigung unter 90%, jedoch sei das frühe Intubieren der größten Fehler bei der COVID-19-Behandlung, dem auch in anderen Ländern zahllose Patienten zum Opfer gefallen seien. Die Beatmung erfolge im Verbund mit einem künstlich induzierten Koma und die entzündeten Lungen seien oft nicht imstande, dem Druck und Sauerstoffgehalt der Beatmung standzuhalten. Etwa die Hälfte der beatmeten Patienten würden daran sterben. So würden Intensivbetten über Wochen hinweg belegt, statt nur einige Tage lang, was örtlich zur Überlastung der Kapazitäten führe. Zwischenzeitlich hat sich auch Monitor im Ersten mit diesem Thema beschäftigt.

Aktuelle Zahlen zu Deutschland liefert neben dem Robert-Koch-Institut auch die Johns Hopkins Universität, wobei sie im folgenden Diagramm nicht geglättet sind und daher je nach Meldestand Spitzen und Einschnitte aufweisen (Quelle Johns Hopkins COVID-19 Dashboard bitte anklicken für Vollbild).


Bei der Inzidenz hatten wir in Deutschland ein Plateau erreicht, ab dem Verlängerungen des Lockdowns offensichtlich keine zusätzliche Verbesserung mehr brachten – ein Zeichen dafür, dass diese Maßnahmen wichtige Infektionsszenarien nicht ausschalteten. Jedoch ist auffällig, dass die Sterbezahlen der Inzidenz erheblich weniger eng folgen, als dies zuvor der Fall war. Der Grund dafür ist, dass die Inzidenz inzwischen von der Altersgruppe 15-35 Jahre getrieben wird, vorrangig also Schulkindern und ihren Eltern, für die COVID-19 ein geringes Sterberisiko darstellt.

Fazit: Auch nach einem Jahr mit COVID-19 haben wir das Problem noch keineswegs im Griff. Statt sich blind auf Impfungen zu verlassen, tut man wahrscheinlich gut daran, sich darauf einzustellen, mit dieser neuen Krankheit leben zu müssen! Dafür braucht es Politiker mit Weitsicht und in sofern könnte unser Wahljahr günstiger nicht liegen!


COVID-19 und Vitamin D

Wie Masken, werden auch Faktoren mit Auswirkung auf das Immunsystem beinahe schon systematisch heruntergespielt. Bei der Grippe sprach der Volksmund noch von „Abhärtung“ und anderen Maßnahmen im Lebenswandel, um das Immunsystem gesund zu erhalten. Von all dem ist bei COVID-19 keine Rede mehr und man soll glauben, dass es nur vom Glück abhängt, wie lange man ohne Impfung noch lebt. 

Hierbei sorgen uns vor allem die schweren Verläufe, und die entsteht nicht etwa durch das SARS-2 Virus selbst, sondern durch das Immunsystem, das Entzündungen in der Lunge auslöst. Vitamin D wirkt ähnlich einem Hormon und scheint die Replikation von Viren zunächst direkt zu behindern und so bis zu einem gewissen Grad vor viralen Infektionen zu schützen. Zusätzlich entfaltet es jedoch eine entzündungshemmende Wirkung und beugt so wahrscheinlich schweren Verläufen von Atemwegserkrankungen im Allgemeinen vor. Bei manchen COVID-19-Patienten kommt es zu einem „Zytokinsturm“ mit einer unkontrollierten, wilden Lungenentzündung und massiver Atemnot. Vitamin D scheint eine ausgleichende Wirkung gegen diesen Zytokinsturm zu entfalten. Daher ist es durchaus möglich, dass die Infektionsrate im Winter nicht nur aufgrund der vermehrten Aerosolbildung ansteigt, sondern auch durch den sich einstellenden Mangel an Vitamin D in der Bevölkerung. Selbst ein statistischer Zusammenhang zwischen positiven PCR-Tests für das SARS-2 Virus und Vitamin D Mangel wurde gefunden!

Dass das alles nicht nur dummes Zeug ist, zeigt auch die Tatsache, dass man dem Menschen mit Zugriff auf alles Machbare in der Welt, dem amerikanischen Präsidenten Trump, ebenfalls Vitamin D und Zink verabreichte. Letzteres braucht man nur bei unausgewogenen Ernährungsgewohnheiten zu substituieren, aber man macht auch als „Normalbürger“ wohl kaum etwas falsch, wenn man in den Wintermonaten ein Vitamin D Präparat in der auf der Packung angegebenen Dosierung einnimmt!


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