Impfpflicht

Eine Pflicht zur Impfung mit einem Stoff, der die Pandemie gleich aus mehreren Gründen nicht unter Kontrolle bringen kann, im Grunde bereits versagt hat, weil er viel zu kurz wirkt, und obendrein nach nicht einmal einem Jahr schon praktisch wieder obsolet ist, wäre normalerweise indiskutabel. Allerdings herrschen keine normalen Umstände, sondern wir leben offenbar in einer Zeit der gesteuerten Information und eine dänische Zeitung ist bisher die einzige, die sich bei ihren Lesern für die unausgewogene Darstellung der Pandemie entschuldigt hat.

Man hat sich in der Politik völlig verrannt, indem man sich ausschließlich auf diese Impfung verlassen hat, ohne genug darüber zu wissen und ohne den berühmten „Plan B“ in der Hinterhand zu haben. Inzwischen muss sich selbst unser Bundespräsident von Bürgern Nachhilfe zu Corona-Fakten erteilen lassen und Politiker stehen vor einer schwierigen Wahl, denn man hatte sich keinen gesichtswahrenden Rückzug offen gehalten: Entweder man gibt das Versagen dieser Strategie zu, samt der Tatsache, dass die Pandemie heute, nachdem man das ganze Land mit riesigen Ausgaben verschuldet hat, ebenso wenig unter Kontrolle ist, wie im vergangenen Jahr, oder man wählt die Flucht nach vorn, nämlich in die Impfpflicht.

Eine der großen Errungenschaften der jungen Bundesrepublik nach den Schrecken der Nazi-Herrschaft war die Garantie auf körperliche Unversehrtheit, die in unserem Grundgesetz im Artikel 2 Absatz 2 garantiert wird. Anscheinend verblassen die Erinnerungen an diese schlimmen Zeiten bereits wieder in den Köpfen der Menschen und es ist erstaunlich, wie akribisch die großen Medien, insbesondere die eigentlich zur Neutralität verpflichteten öffentlich-rechtlichen, die Aufhebung dieser Errungenschaft seit dem Spätsommer vorbereiten. Da wäre das Märchen von der Pandemie der Ungeimpften, dem inzwischen unsere meisten Experten, nicht nur Drosten, Streek und Kekulè, widersprochen haben, wenn auch leise, da niemand sich selbst einem „Shitstorm“, wie das neuerdings heißt, aussetzen möchte. Ein Kommentar nach dem anderen, der alles Dagewesene an offener Gehässigkeit übertrifft, Umfragen, nach denen eine fehlinformierte Bevölkerung sich angeblich eine solche Impfpflicht wünscht, Diskussionen, die bei den Grünen offensichtlich schon bis hin zur Beugehaft reichen, wenn man sich nicht mit einem Stoff impfen lassen möchte, der sich heute nicht mehr annähernd für eine Zulassung qualifizieren würde, da er spezifisch gegen die Alphavariante des SARS-2 Virus gerichtet ist, die es längst nicht mehr gibt. Oder soll man etwa pauschal zu Impfungen verpflichtet werden, welche die Pharmaindustrie erst noch entwickeln und patentieren lassen muss?

Das Narrativ erstreckt sich auch auf einen angeblich drohenden Zusammenbruch der medizinischen Versorgung, der uns aber schon öfters angedroht wurde. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Spahn am 30. August 2021 bei „Hart aber fair“ (ARD): „Wir verkünden ja keine Wahrheiten, sondern wir wägen ab, zwischen unterschiedlichen Interessen“.

Bilder der ersten Welle in Italien werden wachgerufen, wobei sorgfältig vermieden wird, die Gründe dafür zu beleuchten: Man hatte alte an COVID erkrankte Menschen von ihrem Zuhause in Alters- und Pflegeheime verlegt und dort riesige Ausbrüche verursacht. Man hat Obduktionen verboten und wusste lange Zeit daher nicht, was das SARS-2 Virus im Körper eines Kranken eigentlich annrichtet und hatte COVID daher falsch behandelt. Derartiges Mismanagement und solche Fehler bedrohen uns heute aber nicht mehr und Fallsterblichkeiten von anfangs bis zu 10% sind längst solchen von 0,7% gewichen. Hier 22 weitere Gründe, die gegen eine Impfpflicht sprechen. 56 Wissenschaftler haben diese zu 7 faktenbasierten Gründen gegen eine Impfpflicht für Entscheidungsträger im Bundestag zusammengefasst, sodass sich heute kein Abgeordneter mehr auf Fehlinformation berufen kann.

Wie der ehemalige Chef der STIKO, Prof. Zastrow, darlegt, haben wir Engpässe in der Intensivmedizin schon seit den 80er Jahren und jeden Winter belasten Patienten, vor allem alte, diese Engpässe zusätzlich, wenn sie mit viralen oder bakteriellen Lungenentzündungen eingeliefert werden. Außerdem liegt hier nicht unbedingt eine Kausalität vor. Wenn ein Unfallopfer schwerverletzt und vielleicht bewiußtlos eingeliefert wird, gibt es Wichtigeres, als es nach seinem Handy oder Impfpass zu durchsuchen. Erst später, wenn die Lage stabilisiert ist und das Opfer ansprechbar ist, kann man sehen, ob es einen gültigen Impfnachweis dabei hat. Für das Krankenhaus lohnt sich dann ein PCR-Test, denn ist dieser positiv, so kommt es in den Genuß der Kopfpauschale für COVID-Patienten. Fortan taucht der Patient dann als COVID-Intensivpatient in der Statistik auf und sollte er seinen Unfall nicht überleben, gilt er nur dann nicht als COVID-Sterbefall, wenn eine eindeutige andere Todesursache amtlich bestätigt wird.

Bis gegen Ende September rechnete das RKI die erhebliche Zahl derer, bei denen der Impfstatus nicht bekannt war, einfach den Ungeimpften zu, was deren statistischen Anteil massiv in die Höhe trieb. Inzwischen hat man das geändert, muss aber immer noch um die Hälfte der Intensivpatienten als vollständig geimpft ausweisen. Im folgenden Diagramm kann also höchstens die Hälfte der unteren blauen Kurve auf Ungeimpfte zutreffen:

Grafik basierend auf den Daten des DIVI von statista.com 

Angeblich verweigern rund 30% die Impfung. In Wirklichkeit werden hier aber auch Kinder mitgezählt, die gar nicht geimpft werden dürfen, Kinder, die man nicht impfen sollte, weil dies für sie riskanter ist, als sich zu infizieren, sowie Jugendliche und junge Erwachsene, für die der Sinn der Impfung fraglich ist und Menschen, bei denen sie aus medizinischen Gründen nicht durchgeführt werden darf. Selbst STIKO-Chef Thomas Mertens, dessen Expertise außer Frage steht, würde seine Tochter gegenwärtig nicht impfen lassen, Politiker bestehen jedoch darauf.

Eine weitere Gruppe wird völlig unsinnigerweise zu den Impfverweigerern gezählt: Genesene, deren Erkrankung mehr als 6 Monate zurück liegt und die nach der wissenschatlichen Datenlage eine der Impfung klar überlegene Immunität haben, die tatsächlich zu einer Herdenimmunität beitragen könnte.

Übrig bleiben einige, denen die Impfung Angst macht, oder die bereits auf die erste Impfung schlecht reagiert haben. Sie alle sollen künftig also zur Impfung gezwungen werden und man glaubt, die Pandemie so beenden zu können, auch wenn dies in keinem Land der Welt gelungen ist. Eine Zwangsimpfung lässt die schlimmsten Befürchtungen wahr werden: Man kann den Politikern, die wir aufgrund ihrer Versprechen gewählt haben, um unsere Interessen zu vertreten, nicht mehr vertrauen, sie mutieren zusehens zu authoritären Diktatoren!

Unsere Politik kann und darf sich eine derartige Entgleisung zugunsten einiger Impfungen, die am Ende nichts ändern werden, einfach nicht leisten und man kann nur hoffen, dass es unter ihr noch genügend klare Köpfe gibt, die den Unsinn eines solchen Vorhabens erkennen. Obendrein hat eine Pflicht ab Februar zur Impfung mit einem obsoleten Stoff keinen Einfluss auf die gegenwärtige Winterwelle und muss vorhersehbar in der COVID-Sommerpause erneut nutzlos verpuffen.

Momentan besteht daher keinerlei Zeitdruck, um eine Impfpflicht durchzupeitschen. Man könnte in Ruhe Daten analysieren und über Maßnahmen für den Winter 2022 diskutieren, statt sich jetzt zu einer Verzweiflungstat hinreißen zu lassen, um dann wieder vor einem Scherbenhaufen zu stehen!

Einstein definierte Wahnsinn so: Immer wieder das Gleiche tun und dabei unterschiedliche Ergebnisse erwarten. Diesem Wahnsinn dürfen wir nicht verfallen. Wir haben versucht, der Pandemie mit Impfung und Zwangsmaßnahmen beizukommen. Das hat nicht geklappt und nun ist es Zeit für bessere Ideen und einen neuen Ansatz. Wir werden diese Pandemie mit den gegenwärtigen Impfstoffen niemals „wegimpfen“ und es wäre gut, das einzusehen, die Entwicklung von besseren Impfstoffen voranzutreiben und viel mehr Fokus auf eine effizientere Therapie von COVID zu legen und endlich auch der Frühbehandlung Beachtung zu schenken, mit der man Intensivstationen am besten entlasten kann, statt PCR-Positive einfach auf gut Glück nach hause zu schicken!

Die 2-W-Regel der Impfpflicht:

  • Wirkungslos
  • Wahnsinnig

Ein Gutes hat diese Diskussion jedoch: Politiker lassen ihre Masken fallen und ihr wahres Gesicht erkennbar werden, wenn sie mit Vorschläge vorpreschen, die vor Uninformiertheit, Machtsucht und einem Mangel an Urteilsfähigkeit strotzen. Damit disqualifizieren sie sich ein- für allemal als Volksvertreter und man sollte sich ihre Namen für die Zukunft notieren, um das nicht zu vergessen, wenn wir dann vielleicht inmitten ganz anderer Probleme stecken!


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