Häufige Fragen

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Mittlerweile konnten wir schon mit Tausenden von FreeBites Erfahrungen sammeln. Dennoch ist das Konzept relativ neu, sodass Fragen auftreten. Die häufigsten sind in der Folge aufgeführt.

Wozu den FreeBite?

Prinzipiell geht es um drei Anliegen: Herauszufinden, ob der Biss etwas mit Beschwerden (Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Kiefergelenkprobleme, Tinnitus usw.) zu tun hat, und zwar ohne an den Zähnen etwas zu verändern und hohe Kosten auszulösen. Wenn ja, sollen spezifische Faktoren im Biss identifiziert werden, welche die Probleme verursachen, damit sie gezielt behoben werden können. Und, last not least, soll der FreeBite auch eine möglichst schnelle Linderung von Schmerzen und anderen akuten Symptomen bewirken. Mehr Einzelheiten dazu gibt es hier.

Woher weiß ich, ob der FreeBite für mich richtig ist?

Zunächst müssen Seitenzähne vorhanden sein, auf denen der FreeBite aufliegen kann. Wenn einseitig Backenzähne fehlen, ist die Keilform des FreeBite CMD und CCD möglicherweise nicht ideal. Hierfür kommt in Kürze der FreeBite DN (kurz für „Day and Night“) mit flachen Bisskissen ohne Keilform. Auch wenn der Biss anterior offen ist und man sowieso nur auf den hinteren Seitenzähnen Kontakt hat, wird der Freebite DN vermutlich die bessere Wahl sein. Die Keilform dient der Auflösung von Kompressionen in den Kiefergelenken, die wir bei zu wenig Kontakt auf den Seitenzähnen finden – ein Problem, das der CMD meistens zugrunde liegt, aber nicht immer! 

Welchen FreeBite soll ich nun wählen?

Für die meisten CMD-Patienten ist der FreeBite air CMD die beste Wahl. Wer mehr Höhe und Federweg sucht, wählt den FreeBite air CCD. Wer damit nicht richtig klar kommt, sehnt sich vielleicht nach einer festeren Abstützung auf einem FreeBite balance. Wem die Formen CMD oder CCD posterior unangenehm hoch sind, der steigt um auf den FreeBite DN. Ganz 100-prozentig kann man das im Vorfeld nicht voraussagen, daher gibt es auch reduzierte Vergleichssets. Es passt auch nicht ein Schuh auf jeden Fuß – hier ist es nicht anders!  Ausführlichere Informationen zur Auswahl gibt es hier.

Ich verbeiße mich irgendwie auf dem FreeBite, was soll ich tun?

Die Formen CMD und CCD dienen zunächst der Bewegungstherapie, insofern ist der FreeBite nicht mit herkömmlichen Wasserkissen vergleichbar. Wir empfehlen, mit Tragezeiten von 5-10 Minuten zu beginnen, dabei den FreeBite locker zu kauen und zwischendurch den Mund immer mal wieder auch weit zu öffnen. Das lockert die Kaumuskeln erwiesenermaßen. Probleme gibt es, wenn man auf den FreeBite presst. Der Reflex zum Pressen wird durch die zunächst ungewohnte Abstützung auf den hinteren Zähnen ausgelöst, die aber gleichzeitig die Kiefergelenke entlastet. Daher sollte man längere Tragezeiten erst dann versuchen, wenn das Bedürfnis zu pressen verschwunden ist und man sich an den FreeBite gewöhnt hat. Kann dies nicht erreicht werden, so verwendet man für längere Tragezeiten den FreeBite DN und die Formen CMD/CCD nur für aktive Übungen.

Wie belastbar sind FreeBites?

FreeBites haben keine Schweißnaht, die aufgehen kann. Die Linie, die man an der Seite sieht, entsteht durch die teilbaren Formhälften, ist aber keine Naht. Wenn ein FreeBite versagt, dann, weil etwas seine Hülle durchtrennt hat, z. B. eine scharfe Kante an einer Krone oder Prothese, oder weil er einem Druck ausgesetzt wurde, für den seine Hülle nicht konzipiert ist. Wie viel Druck die Hülle aushalten kann, hängt auch davon ab, wie stark sie ausgeformt wird. Dies ist bei der Form CCD deutlich mehr, als bei der Form CMD, wodurch die Belastungsgrenze hier etwas niedriger liegt. Bei der Form CMD liegt die Belastungsgrenze deutlich über der Kaukraft, die den meisten Menschen möglich ist.

Ich habe meinen FreeBite kaputt gebissen – was nun?

Liegt die Leckstelle oben oder unten auf der Hülle, so wurde sie durch eine scharfe Kante durchtrennt. Bevor man den nächsten FreeBite gleich wieder kaputt beißt, sollte man sich solche Kanten beim Zahnarzt etwas abrunden lassen. Liegt die Leckstelle jedoch vorn in einer der beiden Hohlkehlen, so handelt es sich möglicherweise um einen Ausreißer beim Verschließen des FreeBites. Der Hersteller kann das genau erkennen und ein fehlerhafter FreeBite wird ohne viel Aufhebens ersetzt, insofern er nicht zu alt ist. 

Ich habe einen FreeBite CCD low nachbestellt und der sieht etwas anders aus, als mein erster. Was soll ich tun?

Nichts. Der CCD low wird einzeln in Handarbeit aus dem normalen CCD umgeformt. Dabei kommt es zwangsweise zu einer größeren Streuung, als bei einer maschinellen Serienproduktion. Vielleicht wird es einmal eine automatische Produktion auch für diese Form geben, aber im Moment reicht hierfür die Nachfrage noch nicht aus.

Setzt der FreeBite chemische Substanzen frei, Weichmacher etc.?

Das Material, aus dem die Hülle des FreeBites hergestellt wird, ist das gleiche, wie es auch bei Schläuchen, Infusionsbeutel usw. zum Einsatz kommt. Es ist in der Medizintechnik kaum ein weniger problematischer Kunststoff bekannt, daher braucht man sich hier keine Sorgen zu machen!

Kann man den FreeBite irgendwie im Mund fixieren?

Ja, allerdings nicht als Hobbybastler, denn das Material, aus dem die Hülle besteht, verbindet sich kaum mit anderen Kunststoffen, Silikonen o. ä.. Jedoch ist es identisch mit Materialien mit denen man Softschienen tiefzieht (z. B. Bioplast® der Firma Scheu Dental). Man kann es sehr gut mit sich selbst verschweißen, solange die Oberflächen nicht kontaminiert sind. So kann man im zahntechnischen Labor z. B. eine Softschiene tiefziehen, deren Oberfläche anschmelzen und dann mit einem FreeBite verschweißen. Am besten macht man das auf Modellen, die in einem Artikulator eingestellt sind.

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