Den FreeBite richtig auswählen

Vorneweg für Lesefaule:  

  • Wenn Sie einen FreeBite erstmals ausprobieren wollen, ist in den allermeisten Fällen der FreeBite air CMD die beste Wahl.


Für Manchen ist die Namensgebung der verschiedenen FreeBite-Varianten verwirrend, daher ist in Zukunft deren Änderung geplant, die hier bereits vorweg genommen werden soll, um Übersicht zu schaffen:

Das FreeBite System besteht aus nachgiebigen Therapiekissen und zwei harten FreeBites, bei denen Zahnkontakte einseitig (FreeBite glide) oder zweiseitig (FreeBite solid) in ein spezielles thermoplastisches Medium eingeformt werden. Dir Therapiekissen sind in unterschiedlichen Höhen verfügbar:

  • FreeBite (gegenwärtig „FreeBite CMD“)
  • FreeBite high (gegenwärtig „FreeBite CCD low“)
  • FreeBite ultra high (gegenwärtig „FreeBite CCD“)

Aus dieser Aufstellung geht die richtige Wahl auf einen Blick hervor: Die „normale“ Form des FreeBite trägt gegenwärtig noch die Bezeichnung „CMD“ und ist für die allermeisten CMD-Patienten die beste Wahl. Sucht man mehr Höhe in der Abstützung im Biss, so stehen zwei Steigerungen zur Verfügung. Dies kann der Fall sein, wenn der eigene Biss extrem tief ist (zugebissen sieht man nichts mehr von den unteren Schneidezähnen), oder wenn man den FreeBite für Übungen bei einer höheren Abstützung verwenden möchte. Z. B. kann man bei der Therapie einer Kieferklemme Kau- und Mundöffnungsübungen zunächst mit dem normalen FreeBite beginnen und dessen Höhe dann schrittweise vergrößern, je freier die Mundöffnung wird.

Eine Besonderheit beim FreeBite ist auch, dass er mit zwei verschiedenen Füllungen angeboten wird, Luft beim FreeBite air, oder Flüssigkeit beim FreeBite balance. Flüssigkeit ist die herkömmliche Füllung bei Bisskissen und wird beim FreeBite hauptsächlich deswegen als Option angeboten, weil Kunden das so von anderen Produkten kennen und manchmal Neuem etwas skeptisch gegenüber stehen. Auch mag sich der eine oder andere auf der festeren Abstützung auf einem flüssigkeitsgefülltem Polster etwas wohler fühlen. Für die meisten CMD-Patienten funktioniert jedoch die nachgiebigere Luftfüllung hervorragend. Hierzu gibt es nur eine Ausnahme: Den extra niedrigen FreeBite balance CMD low: hier ist die Flüssigkeitsfüllung auf ein Minimum reduziert, bei dem man die nachgiebige Luftfüllung einfach durchbeißen würde, bis die obere Hülle mit der unteren Kontakt hat.

Nur bei folgenden Zuständen kann der FreeBite seine Wirkung u. U. nicht richtig entfalten:

  • Der Biss ist anterior offen und nur die hintersten Zähne haben Kontakt. Oft liegt bei dieser Konstellation gar keine Kompression der Kiefergelenke vor und die Keilform betont den bereits bestehenden Vorkontakt.
  • Die hinteren Zähne fehlen. Bei einer verkürzten Zahnreihe läuft die Intention, mit den längeren Aufbissen, die weiter nach posterior reichen sollen, buchstäblich ins Leere!
  • Es bestehen deutliche Asymmetrien in den Zahnreihen, z. B. der einseitige Verlust der hinteren Zähne. U. U. ist es auch hier schwierig, den FreeBite so zu positionieren, dass eine symmetrische Abstützung gefunden wird.

Solche Einschränkungen gelten für herkömmliche Wasserkissen jedoch ebenso und es mag sogar sein, dass gerade durch die Tatsache, dass der FreeBite nicht fixiert ist, sondern spielerisch auf den unteren Zähnen zurecht geschoben werden kann, auch in solch schwierigen fällen eine verträgliche Lage gefunden werden kann. Hierfür kann der vordere Verbindungsschlauch auch vor die Schneidezähne gelegt werden, der FreeBite schräg auf die Zähne gelegt werden usw.


Stützhöhen:

Füllung, Form und Füllhöhe interagieren beim FreeBite, wenn es um die resultierende Stützhöhe geht. So federt der FreeBite air und kann daher insgesamt kräftiger gewählt werden, als dies beim FreeBite balance möglich wäre, der nicht mehr nachgibt, wenn sich die Aufbisse an die Seitenzähne angeformt haben. Deswegen macht auch eine extra niedrige Füllhöhe „low“ beim FreeBite air CMD keinen Sinn: Man könnte ihn zwischen den Zähnen zusammendrücken und bis auf die Hülle durchbeißen. 

Die niedrigste Abstützung findet man auf dem FreeBite balance low, bei dem eine flache ausgleichende Wasserschicht zwischen den Zähnen verbleibt. Die nächst stärkere Variante ist der FreeBite air CMD, der prinzipiell die gleiche Form hat, wie der fluidgefüllte FreeBite balance CMD, aber nachgiebig federt. Am anderen Ende der Skala bietet die höchste Stützhöhe der FreeBite balance CCD.


Es existieren also keine Formunterschiede zwischen den Varianten des FreeBite air und FreeBite balance. Im Diagramm findet sich die ungefähre Höhe an der Stelle des ersten Kontaktes. Von diesem Punkt aus kann der FreeBite air noch erheblich einfedern, während sich die Aufbisse des FreeBite balance lediglich an die Seitenzähne anformen und dann fest, aber balancierend stützen.

Letzten Endes ist die Wahl die beste, mit der man individuell am besten zurecht kommt. Um FreeBite-Neukunden die Auswahl zu erleichtern, bietet MediPlus daher auch deutlich vergünstigte Vergleichs-Setz an, mit denen man im Zweifelsfall die beste Wahl durch Ausprobieren treffen kann!


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