Aluminium

Aluminium bleibt ein verwirrendes Thema. Warum gibt es keine glasklaren Forschungsergebnisse dazu, warum stattdessen noch immer widersprüchliche Informationen und Meinungen?

Aluminium ist, für manchen vielleicht überraschend, das zweithäufigste Element in der Erdkruste. Allerdings nie in reiner Form, sondern chemisch sehr stabil an Silikate gebunden. Es davon zu lösen, ist technisch und chemisch kompliziert, braucht Unmengen an Energie und die Verfahren dafür wurden gerade erst von 100 Jahren entwickelt. Bis dahin hatte der Mensch in den drei Millionen Jahren bis zurück zu „Lucy“, dem ältesten bekannten menschlichen Skelett, also keinerlei Kontakt mit Aluminium, da es in der so genannten „Biosphäre" schlicht nicht vorhanden war!

Erst in den letzten Dekaden ist der Gebrauch von Aluminium in einem schier unfassbaren Ausmaß gestiegen. Das Metall lässt sich gut gießen, formen und zerspanen und somit kann man daraus fast alles herstellen. Es ist zugleich leicht und fest. Aber Aluminium ist aufgrund seiner hohen Reaktivität auch als Chemikalie immer mehr gefragt. Im Speisesalz verhindert es als Rieselhilfe das Verklumpen, es wird in in Kosmetika und manchmal auch Sonnenschutzmitteln eingesetzt, oder auch zur Blutstillung, in Deo’s gegen das Schwitzen und… und… und. Hat man erst einmal damit begonnen, die Inhaltsstoffe diesbezüglich zu studieren, nimmt die Liste fast kein Ende! Last not least finden sich  Aluminiumzusätze auch in vielen Impfstoffen, die direkt in den Körper injiziert werden. Zwar wird behauptet, Aluminium bewirkt nichts im Körper, es werde einfach wieder ausgeschieden, aber ohne es sind diese Impfstoffe praktisch wirkungslos! 

Die tatsächlichen Fakten sind:

  1. Es ist keine Funktion im Körper bekannt, für die Aluminium benötigt wird, auch nicht in den kleinsten Spuren.
  2. Enzyme und Biochemie im Menschen hatten bis vor relativ kurzer Zeit keinerlei Kontakt mit Aluminium.
  3. Es gibt keine wissenschaftlich 100% bewiesenen Erkenntnisse dazu, was Aluminium im menschlichen Körper bewirkt. Beobachtungen zu Korrelationen verdichten sich, sind aber kein Beweis für eine Kausalität. Wirklich bewiesen ist die Unschädlichkeit von Aluminium ebenso wenig, wie seine Schädlichkeit.

Die Frage ist daher, wer Interesse an Behauptungen haben könnte, dass Aluminium unschädlich sei, wenn es dafür keinerlei Beweis gibt. Und die Antwort ist einfach, natürlich die diversen Industrien, die damit ihr Geld verdienen, manchmal sogar existenziell von der Aluminiumproduktion abhängen! Sie finanzieren gerne Studien, welche versuchen, mögliche Gefahren durch die Aufnahme von Aluminium abzuwiegeln, nicht unähnlich den Studien, mit denen die Tabakindustrie über lange Jahre hinweg die Schädlichkeit des Rauchens in Zweifel zog.

 Wer aber stellt Gelder für objektive und unabhängige Studien bereit? Prof. Exley ist einer derer, die schon am längsten zu diesem Thema forschen. Die Ergebnisse liefern immer dichtere Hinweise auf die Möglichkeit, dass Aluminium im Zusammenhang mit der  Alzheimer Erkrankung, wie auch einer Reihe von anderen Problemen stehen könnte, die sich gerade in den letzten Dekaden so rassant verbreitern. Nach vielen Jahren der Forschung ist er selbst von diesen Zusammenhängen überzeugt, kann sie aber nicht über jeden Zweifel hinaus beweisen. Seit vielen Jahren bemüht sich Prof. Exley um Gelder für Studien, welche diese Beweise erbringen könnten – und erhält sie nicht. Auch den Weg des „Crowd-Funding“ hat er versucht, leider ebenso ohne Erfolg. Das Interesse derer, die sich nicht selbst akut betroffen wissen, ist eher gering, ebenso das der Politik, die sich nicht gerne mit mächtigen Industriezweigen anlegt. Lesen Sie seine neue Veröffentlichung dazu, dass Neugeborene besonders empfindlich auf Aluminium reagieren können hier.

Bert Ehgartner geht auf das Thema in seinem Film „Die Akte Aluminium“ recht eindrücklich ein. Der Trailer dazu kann hier gleich angesehen werden.


Schon die erste Kontrolle im Badezimmer förderte bei mir einen Deostick zutage, bei dem ich mir noch gar keine Gedanken darüber gemacht hatte, wie er funktioniert. Es schien wie ein naturreines Kristall, das seine Wirkung auf geheimnisvoll natürliche  Weise entfaltet. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zerstörte sofort die Illusion: Was ist nur „Ammonium Alum“? Ja, es ist Aluminiumammoniumsulfat-Dodecahydrat  (NH4)Al(SO4)2. Und Suchmaschineneinträge mit Fragen zu „natürlichen Kristall Deosticks“ zeigen, dass ich nicht der einzige bin, der sich durch geschickte Werbung hat zum Narren halten lassen.

Und schnell stößt man auch die typisch kontroversen Diskussionen: „Das wird doch nur oberflächlich auf die Haut aufgetragen“, „das kann die Zellmembrane nicht durchdringen“ und „das ist wasserlöslich und wird von den Nieren sofort wieder ausgeschieden“. Aber gar so einfach ist es eben nicht.

Gefunden bei der Suche nach „Ammonium Alum“

Weitere Recherchen bringen eine Warnung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zutage, das nicht eben für Panikmache bekannt ist. Demnach sei „die Entwicklungs- und Neurotoxizität von Aluminium“ nachgewiesen, auch wenn noch keine abschließenden Erkenntnisse zur Aufnahme über die Haut vorliegen. Zitat: „Um nachhaltig die Aluminiumbelastung aus kosmetischen Mitteln zu senken, empfiehlt das BfR, die Gehalte von Aluminiumsalzen in Antitranspirantien generell zu senken…“

Also lieber Deos ohne Aluminium. Oder einfach öfters duschen ;-)

Wer Lust dazu hat, kann sich dem Aluminium ungezügelt aussetzen – die schlussendlichen Beweise fehlen schließlich im Moment tatsächlich  noch! Wie macht man das? Am besten Aluminium mit sauren oder basischen Lebensmitteln oder Getränken in Kontakt bringen – möglichst dabei noch erhitzen – und aluminiumhaltige Kosmetika, Deos, Tabletten usw. verwenden. Was bei Feuerwerken so schöne Farben macht, sind oft Zugaben an Metallpulver und wenn es zischt, ist oft Aluminium im Spiel. Wer diesen Rauch einatmet, verpasst sich gleich eine Mischung an Metalldämpfen, über deren Wirkung wir nicht allzu viel gesichert wissen!

Die Vorsichtigen werden hingegen jeden unnötigen Kontakt mit Aluminium meiden. Sie informieren sich  über Inhaltsstoffe und verbannen Alufolie aus ihren Küchen, ebenso, wie Kochgeschirr und Trinkflaschen aus Aluminium. Dazu gehören auch die beliebten kleinen Espressokocher aus Aluminium, die man auf den Herd stellt, um sauren Kaffee darin mit heißem Wasser zuzubereiten! Obendrein tun sie alles dafür, dass möglichst viel davon ausgeschieden werden kann. Wie macht man das? Siliziumhaltiges Mineralwasser trinken und regelmäßig schwitzen, sei es in der Sauna oder beim Sport!

Apropos Säure und Aluminium: Was ist dann eigentlich mit Cola aus der Dose? Ja, Cola ist sehr sauer und die Dosen sind aus Aluminium! Aber halt, damit es nicht nach Metall schmeckt, sind Getränkedosen mit Kunststoff ausgekleidet, meist Bisphenol A. Und das wirft ein ganz anderes Problem auf, nämlich dass es Kunststoffe und Zusatzstoffe darin gibt, die  endokrinaktiv sind, das heißt, chemische Endungen aufweisen, die der Körper mit Hormone verwechselt. Die Liste der möglichen Konsequenzen reicht von Erbgutveränderungen über Konzentrationsstörungen bis hin zur Fettsucht und ist viel zu lang, um hier komplett aufgezählt zu werden. Auch hier wird deftig gestritten, weil die chemische Industrie diese Materialien gerne herstellt und verkauft und die Wissenschaft gleichzeitig zu keinen definitiven Beweisen in Bezug auf (Un-) Schädlichkeit kommt. Das liegt auch daran, das die Wirkung von endokrinaktiven Substanzen mit gewöhnlichen toxikologischen Methoden nicht erfassbar ist. Wie bei Hormonen auch, können selbst winzige Spuren enorme Wirkungen verursachen – aber das ist ein Thema für sich!

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