Aluminium und Alzheimer

Auch Quarks im WDR ist inzwischen auf das Thema „Aluminium“ gestossen und auch auf denjenigen, der sich schon am längsten mit der Wirkung von Aluminium auf lebende Organismen beschäftigt, Prof. Exley:


Exley sagt selbst, als Wissenschaftler sei er bisher den endgültigen Beweis über die schädliche Wirkung des Aluminiums im Körper noch schuldig geblieben. Das läge ganz einfach am massiven Gegenwind seitens einer enorm finanzstarken Industrie und dem Mangel an Forschungsgeldern, die notwendig wären, um diesen Beweis mittels belastbarer Studien hinreichender Größe und Aussagekraft zu erbringen. Aber Hinweise haben sich inzwischen dermaßen verdichtet, dass er bezweifelt, dass die Alzheimer Krankheit ohne den Einfluss von Aluminium überhaupt auftreten würde.

Nach wie vor wird Aluminium aber verharmlost. Nur ganz langsam regen sich vorsichtige erste öffentliche Warnungen, z. B. in einemBeitrag des NDR-Beitrag zu Aluminiumfolie, die, wenn sie zur Aufbewahrung von Nahrung benutzt wird, deren Aluminiumgehalt verhundertfachen kann. 

Meist wird bedächtig mit dem Kopf gewogen und auf Grenzwerte verwiesen. Nachdem man aber von offizieller Seite aus gar nicht weiß, was Aluminium im menschlichen Körper eigentlich macht – es wird ja auch behauptet, es werde einfach wieder ausgeschieden – ist es verwunderlich, wie man dann Grenzwerte dafür festgelegt haben will. Grenzwerte suggerieren, dass man das Problem genau kennt und im Griff hat! 

Jedoch gehen die Meinungen darüber, was das Aluminium eigentlich anrichtet, wenn es einmal in den menschlichen Körper gelangt ist, wo es sich ablagert und ob und wie es wieder ausgeschieden wird erheblich auseinander. Man spricht bereits von einer"natürlichen Aufnahme", im Trinkwasser und verschweigt dabei, dass Aluminium bis zum industriellen Zeitalter nie in ungebundener Form vorkam und somit weder in das Wasser, in unsere Nahrung, noch in die Luft, die wir atmen, gelangen konnte. Erst seit der Mensch damit begonnen hat, es mit hohem energetischem und chemischen Aufwand aus dem Gestein zu lösen, konnte er damit seine Umwelt kontaminieren. Und das geschah in einem derart gigantischem Ausmaß, dass man Aluminium heute in allem findet, im Wasser und tatsächlich auch in der Luft.

Man fragt sich, wer Interesse daran haben könnte, mögliche Probleme mit dem Aluminium unter den Teppich zu kehren? Da wäre, wie gesagt, die Industrie selbst: allein in deutschen Walz- und Presswerken wurde 2016 nach Auskunft des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie e. V. 2,63 Millionen Tonnen Aluminium verarbeitet. Diese Industrie ist alles andere als ein Zwerg und man steht international in einem harten Konkurrenzkampf. Gesundheitsprobleme wegen Aluminium passen da nicht ins Bild. 

Aber auch die Medizin selbst kann es sich bei diesem Thema nicht leisten, wirklich neutral zu bleiben. Wenn der Medizinjournalist Bert Ehgartner in seiner Doku „Dirty Little Secret“ (deren Inhalt zusammen mit dem aus seinem Dokumentarfilm „Die Akte Aluminium“ jetzt auch als Buch verfügbar ist) vor den Risiken bei aluminiumhaltigen Impfstoffen warnt, wird er gerne als Spinner und Verschwörungstheoretiker abgetan – oder scharf angegriffen. Offizielle Stellen und Institutionen behandeln besorgte Eltern gerne als rückständig und abergläubisch – über das Impfen soll erst gar keine Diskussion aufkommen. 

Auch Prof. Exley ist ins Trommelfeuer um das Impfen geraten. Freimütig sagt er von sich, dass er noch nie über Impfstoffe geforscht habe. Sein ganzes Interesse galt ausschließlich der Wirkung von Aluminium auf den menschlichen Körper. Ja, Impfstoffen werden häufig Aluminiumsalze zugesetzt und somit wird er automatisch zum Impfgegner, wenn er vor Aluminium warnt, obwohl  Impfungen an sich überhaupt nicht sein Thema sind:


Prof. Exley macht vor allem die schiere Menge des Aluminiums, das gefördert wird, Sorge. Mit diesem Element hat die Biochemie unserer Körper im Laufe der Evolution keinerlei Erfahrung machen können, denn Aluminium ist zwar das zweithäufigste Element in der Erdkruste, war bis vor Kurzem aber, wie gesagt, jedoch so gut wie unlösbar im Gestein gebunden.  Prof. Exley studierte diverse Unfälle, wie den in Camelford, wo der Fahrer eines Schwertransporters 1988 seine Ladung mit 20 Tonnen Aluminiumsulfat versehentlich in ein Trinkwasser-Reservoir kippte. Dennoch hatten die Behörden darauf bestanden, dass das Wasser getrunken werden könne, worauf hin etwa 20 000 Anwohner eigenartige Symptome entwickelten. In der Folge fand Prof. Exley hohe Konzentrationen von Aluminium in Gehirnen von verstorbenen Anwohnern und so entstand sein Verdacht, dass Aluminium vor allem im Gehirn Schaden anrichten und möglicherweise eine Rolle bei der jüngst steil ansteigenden Verbreitung der Alzheimer-Krankheit und vielleicht auch anderen Formen der Demenz spielen könnte.

Nun hat er eine Studie beim Journal of Trace Elements in Medicine and Biology eingereicht, die im Volume 40 veröffentlicht wurde. Der Titel ist Aluminium in Brain Tissue und der Artikel kann auf ScienceDirect gelesen werden. Wem das zu müßig ist - hier folgt eine kurze Zusammenfassung:

Aus früheren Forschungen war bereits bekannt, dass der Aluminiumgehalt in Gewebeproben von Gehirnen von Verstorbenen, die unter einer spät einsetzenden Alzheimer Erkrankung gelitten hatten, signifikant über dem von Proben Gleichaltriger lag, die nicht von Alzheimer betroffen waren. Diese Untersuchungen können nur an Menschen durchgeführt werden, die ihren Körper nach dem Tod der medizinischen Forschung zur Verfügung stellen. Jedoch werden sie auch durch die Tatsache kompliziert, dass Aluminium zur Aggregation im Gewebe tendiert und nicht gleichmäßig verteilt auftritt. So gibt es auch in einem schwer mit Aluminium verseuchten Gehirn Gewebeproben, die kein Aluminium aufweisen und daher müssen jeweils eine ganze Reihe von Gewebeproben analysiert werden.

Die jüngste Studie ergab jedoch, dass Aluminium in noch weitaus höheren Konzentrationen in Gehirnen von Menschen vorhanden war, die mit einer früh einsetzenden Alzheimer Erkrankung diagnostiziert wurden. Sämtliche Proben mit den höchsten Aluminiumkonzentrationen, die man im Lauf der Jahre in Gehirnen gefunden hatte, stammten von Patienten, die mit Alzheimer diagnostiziert waren!

Die so genannten familiäre Alzheimer Erkrankung kann erste Symptome bereits im Alter von 30-40 Jahren zeigen und gerade hier wurden besonders hohe Konzentrationen von Aluminium im Gehirn gefunden. Der Gendefekt, der sich hier vor allem auf das Eiweiß „Amyloid-Beta“ auswirkt,  tritt aber nicht sehr häufig auf und so bleibt der hauptsächliche Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit das Alter. Da wir heute durch Beruf, Umwelt, Medikamente, Kosmetika und allerlei Chemikalien einer steigenden Belastung mit Aluminium ausgesetzt sind und sich dieses mit zunehmendem Alter hauptsächlich in unseren Gehirnen ansammelt, ist eine Parallele zwischen dem heute als neurotoxisch eingestuften Aluminium und der sich rasch ausbreitenden Alzheimer Erkrankung sehr wahrscheinlich.

Kürzlich hat mir Prof. Exley noch ein weiteres Link zu einem hochinteressanten neuen Interview mitgeteilt. Darin legt er dar, wie Aluminium ein hochgradig reaktives Element ist, von dem wir vermutlich Spuren in den meisten unserer Zellen haben. Aufmerksam auf mögliche Probleme wurde er durch die Beobachtung der Reaktion von Fischen auf vergleichsweise geringe Mengen von Aluminium im Wasser, die allgemein als sicher angesehen werden. Sein zweites Gebiet ist die Wirkung von Silizium auf lebende Organismen, das als eine Art Gegenspieler zu Aluminium gesehen werden kann:


Wir können dem Aluminium heute nicht mehr ausweichen – dafür wurde bereits viel zuviel in unserer Umwelt freigesetzt. Jedoch gilt es, die Anreicherung in unseren Gehirnen zu vermeiden, die Prof. Exley als „beängstigend“ bezeichnet, manchmal auch schon in Jugendlichen und in der er eine der Hauptursachen für die Alzheimer Krankheit sieht. Wie wir uns entsprechend behelfen können, habe ich in vorausgegangenen Beiträgen bereits beschrieben:

  1. Aluminium vermeiden, wo es nur geht
  2. Aluminium mit siliziumhaltigen Mineralwasser binden und ausscheiden
  3. Aluminium durch regelmäßiges Schwitzen ausscheiden.


Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die überaus interessanten Vorträge zu diesem Thema auf der ICCMO-Jahrestagung 2016 mitgeschnitten wurden und auf DVD verfügbar sind:

Prof. Exley: Human Exposure to Aluminium, Englisch, 2 DVD-Set, 150 Min.

Bert Ehgartner: Wer schützt die Verbraucher im Zeitalter des Aluminiums? 1 DVD, 63 Min.


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